19. Mai 2022
Stormarn

Weniger Sitze im Landtag in Kiel

Was die gewählten Kandidaten zum Wahlergebnis sagen

Kandidaten

Dieses Quartett, bestehend aus Tobias Koch, Lukas Kilian (beide CDU), Martin Habersaat (SPD) und Bernd Buchholz (FDP) sitzt für die Wahlkreise Stormarn-Mitte (29) und -Süd (30) im neuen Kieler Landtag (v.l.) Fotos: pt

STORMARN Die Zahl der Stormarner Abgeordneten im künftigen Landtag von Schleswig-Holstein verringert sich nach der Wahl vom 8. Mai von sieben auf fünf.

Die CDU-Politiker Claus Christian Claussen (Stormarn-Nord), Tobias Koch (Stormarn-Mitte) und Lukas Kilian (Stormarn-Süd) haben ihre Direktmandate bei der Neuwahl eindrucksvoll verteidigt. Martin Habersaat (SPD, Stormarn-Süd) und Bernd Buchholz (FDP, Stormarn-Mitte) bleiben dank vorderer Listenplätze dabei.

Der 36 Jahre alte Trittauer Tobias von Pein (SPD) hörte nach zehn Jahren in Kiel von sich aus auf. Die beiden neuen SPD-Kandidaten Mehmet Dalkilinc aus Bargteheide und Thies Grothe aus Trittau hatten aussichtslose Listenplätze.

CDU ist Vorreiter

Koch kam auf 40,3 Prozent der Erststimmen, die CDU im Wahlkreis 29 auf 43,2 Prozent. Der gerade für weitere fünf Jahre zum Vorsitzenden der auf 34 Köpfe angewachsenen Fraktion gewählte 48-Jährige freut sich „auf die Aufgabe in einer größeren, jüngeren und weiblicheren Gruppe“. Er wirbt für eine Fortsetzung des „Erfolgsmodells Jamaika-Koalition“ mit Grünen und FDP. Kilian holte 44,2 Prozent der Erstimmen, die CDU im Wahlkreis 30 44,8 Prozent. Der 35-Jähjrige ist „gespannt, was bei den Sondierungsgesprächen herauskommt“ und will sich als derzeiter wirtschafts- sowie innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion weiter auf diesen Bereich auch künftig konzentrieren.

Buchholz (Wahlkreis 29, 7,5 Prozent der Zweitstimmen), einer von noch fünf FDP-Abgeordneten im Landtag sowie amtierender Wirtschafts- und Verkehrsminister, möchte den Job behalten – am liebsten in einem schwarz-gelben Bündnis. „Wenn in der Dreier-Konstellation einer nicht wirklich gebraucht wird, ist es schwierig“, sagt der 60-Jährige.

Auf Habersaat, der seit 2009 im Landtag ist, kommen fünf weitere Jahre in der Opposition in einer von 21 auf zwölf Köpfe geschrumpften SPD-Fraktion (18,9 Prozent der Zweitstimmen im Wahlkreis 30) zu. „In erster Linie hat mit Daniel Günther ein beliebter Ministerpräsident die Wahl gewonnen. Dagegen ist die SPD mit ihren Themen und ihrem Spitzenkandidaten nicht angekommen. Wir werden uns als SPD weiter für ein sozial gerechtes und klimaneutrales Schleswig-Holstein einsetzen sowie für gut ausgestattete Schulen“, sagt der 45-Jährige.

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