16. November 2022
Reinbek

TSV Reinbek wappnet sich für Energiekrise

Sportverein heizt Tennishalle mit Infrarotstrahler

Die Strahler an der Hallendecke erwärmen ihre Umgebung mittels elektromagnetischer Wellen, erklärt TSV-Geschäftsführer Rüdiger Höhne Foto: TSV Reinbek

REINBEK Die derzeitige Energiekrise stellt nicht nur Privathaushalte auf den Kopf. Viele Sportvereine spüren die massiven Auswirkungen, die die aktuelle Krisensituation mit sich bringt.

Es sind schwierige Zeiten für die Turn- und Sportvereinigung (TSV) Reinbek. Dennoch waren die Einschränkungen in der Corona-Pandemie nach Meinung der Geschäftsführung deutlich bedrohlicher. „Hier geht es um die horrende Finanzierung von Sachen. Es ist eine finanzielle Veränderung. In der Pandemie wurde der Weiterbetrieb des Vereins und somit die Existenzgrundlage in Frage gestellt“, betont der Geschäftsführer der TSV Reinbek, Rüdiger Höhne. Schleswig-Holstein hat ein Entlastungspaket als Unterstützungsfond beschlossen, das Vereinen und Verbänden helfen soll. „Jedoch gibt es noch keinerlei Informationen darüber, wie man daran teilhaben oder es beantragen kann. So ähnlich verhält es sich mit dem Gas- oder Energiepreisdeckel. Hilfreich ja, aber noch zu wenig bekannt. Es existiert derzeit nur ein Grundlagenbeschluss“, berichtet Höhne. Energiesparmaßnahmen und Nachhaltigkeit sind für die TSV Reinbek allerdings nicht erst seit der Energiekrise ein Begriff.

Schon vor längerer Zeit hat der Verein aus verschiedensten Gründen unter anderem auf Bewegungsmelder und auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Lüften und Heizen wird sinnvoll miteinander verbunden. So wird das Heizsystem in den Nichtnutzungszeiten regelmäßig heruntergefahren. Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, nach denen Energie eingespart werden soll, sondern lediglich eine Empfehlung, den Energieverbrauch um 20 Prozent zu mindern. „Woher?“, stellt sich Rüdiger Höhne die kritische Frage. „Bedeutet das, wir haben 20 Prozent verschleudert? Wenn wir bisher vernünftig gehaushaltet haben, dann können wir jetzt nicht mehr Energie sparen“, betont der Geschäftsführer. Höhne ist sich der Einsparungsnotwendigkeiten durchaus bewusst. Die Frage sei nur, wie weit man in dieser Sache gehen könne. Die Nutzungstemperatur müsse in bestimmten Bereichen konstant gehalten werden.

Durchdachte Lösung

„Beim intensiven Bewegungsbetrieb kann man die Halle nicht kalt lassen“, sagt er. Die Tennishalle wird beispielsweise durch eine Infrarotheizung, sogenannte Gasinfrarot-Dunkelstrahler, erwärmt. Sie nutzt elektromagnetische Wellen, um Sachen in ihrer Umgebung zu erwärmen. Das Heizsystem schaltet sich automatisch ab, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist. Fazit: Die TSV Reinbek ist nicht völlig unvorbereitet in die Energiekrise gerutscht. Einige der bereits erwähnten Energiesparmaßnahmen können den Verein trotz erhöhter Kosten gut durch die Krise bringen.

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