12. Oktober 2022
Reinbek

Neuer Standort für den Recyclinghof?

Schönnigstedter im Dialog mit den Politikern

Der Austausch mit der Politik stand im Mittelpunkt des jüngsten Termins zur Stadtteilplanung Schönningstedt Foto: Stadt Reinbek

REINBEK  Seit Oktober vergangenen Jahres wird die Stadtteilplanung für Reinbeks Ortsteil Schönningstedt mit Bürgerbeteiligung diskutiert.

Nach einer Informationsveranstaltung im vergangenen Jahr, folgte in diesem Mai ein Spaziergang durch den Stadtteil mit den Bürgern, um die Probleme zu benennen. Im Juni wurden daraufhin drei Szenarien präsentiert, die intensiv diskutiert wurden. Die Bürger/-innen benannten ihre Bedenken. Ganz oben: Die Sorge um eine versteckte Erweiterung des Gewerbegebietes. Mitte September folgte nun der Dialog mit der Politik. „Es war eine sehr sachliche und offene Debatte“, sagt Michael Vogt, Abteilungsleiter Planung und Bauordnung der Stadt Reinbek. Auch Bürgermeister Björn Warmer machte sich vor Ort ein Bild von dem aktuellen Stand.
„Uns ist es jedoch wichtig, dass wir uns als Stadt in der Diskussion erstmal zurückhalten“, so Vogt.

Im Dialog mit Vertretern von CDU (Patrick Ziebke), Grüne (Günther Herder-Alpen), SPD (Julia Voss) und FDP (Volker Dahms) ging es um zentrale Fragestellungen des Verfahrens, die Standorte der AWSH (Abfallwirtschaft Südholstein), die Ortsfeuerwehr, die Kita- und eine mögliche Gewerbeerweiterung. Die Vertreterin von Forum 21 war zu dem Termin verhindert und konnte nicht teilnehmen. Die politischen Fraktionen bezogen Stellung und beantworteten Fragen der Bürger.

Großer Konsens bei den Parteien

Hinsichtlich des Umzugs der Feuerwehr sind noch die Vorgaben zu klären. Zum neuen Standort der AWSH scheint es großen Konsens bei den Parteien zu geben, jedoch muss das Grundstück noch gekauft werden. Eine Gewerbegebietserweiterung sei nicht geplant. Lediglich eine geringe Erweiterung für Kleingewerbe sei denkbar, heißt es. Einig waren sich alle Fraktionen darüber, dass kein Neubaugebiet auf der grünen Wiese ausgewiesen werden solle. Eine Nachverdichtung in Reinbek für Familien und Senioren sei hingegen denkbar. Und auch hinsichtlich der Entlastung der Königstraße bestand Konsens, dass eine Umgehungsstraße nicht die Lösung sein könne. Da der Landesbetrieb Verkehr in dieser Sache entscheidend mitwirken muss, seien die Möglichkeiten der Stadt begrenzt.

Entwurfswerkstatt wurde vertagt

Die geplante Entwurfswerkstatt wurde aufgrund des ausführlichen Austauschs mit der Politik auf November vertagt. Der Termin wird noch bekannt gegeben. „Es war wichtig, dass wir uns die Zeit genommen haben, um die Spekulationen zu beenden“, betonte Michael Vogt.

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