20. Juli 2022
Reinbek

Netzwerken gehört zu ihrem Job

Sophie Nieder ist Reinbeks neue wirtschaftsbeauftragte

Sophie Nieder ist die neue Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Reinbek Foto: iku

REINBEK Sophie Nieder ist für die Wirtschaftsförderung im Einsatz. Die 28-jährige Wirtschaftsbeauftragte kommt gebürtig aus Nordrhein-Westphalen. Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement studierte sie in Berlin und Bochum. Nun zog es sie in den Norden.

Seit Januar ist Nieder für die Wirtschaftsförderung in Reinbek zuständig. Noch bis Ende des vergangenen Jahres hatte Michael Pohle den örtlichen Unternehmen Rede und Antwort gestanden. Nieder selbst hat bereits sechs Jahre Berufserfahrung gesammelt. „Schon als Studentin habe ich bei einem Beratungsunternehmen in der Immobiliengesellschaft gearbeitet“, sagt sie. Dort blieb sie auch bis zu ihrem Start in Reinbek.

587 Unternehmen gibt es in Reinbek. „Ich möchte mit allen sprechen“, sagt Nieder. Dazu sollen gemeinsame Branchentreffen genutzt werden. Ihre Projekte sind vielfältig und dabei muss sie den Überblick behalten. Sie möchte sich erst einmal orientieren. Dennoch, wo Weiterentwicklungen notwendig sind, will sie diese anstoßen. Auch für die Geschäftsstelle des Mittelzentrums ist sie zuständig. Dort kümmert sich Nieder um die Koordination der Belange der kommunalen Gemeinschaft von Glinde, Reinbek und Wentorf. „Meine Aufgaben bestehen in allen Bereichen im Wesentlichen aus Netzwerken und Kontaktpflege“, sagt sie. Und so gibt es eine Reihe von Fragen, die an sie herangetragen werden. Dabei geht es um Bauvorhaben genauso wie Existenzgründen, den Ausbildungsmarkt, Nachhaltigkeit oder Mobilität mit der Frage, ob Dienstfahrräder oder E-Bikes für Mitarbeitende eine sinnvolle Überlegung seien.

Viele Bereiche im Blick

Ob Bauamt oder Bürgermeister, Nieder weiß, wer die Antwort hat oder beraten kann. „Es ist eine Herausforderung so viele Bereiche abzudecken aber genauso eine Chance“, sagt sie. Hinzu käme die Nähe zu Hamburg, die den Standort Reinbek so attraktiv mache. „Ich muss lokale Charakteristika kennenlernen, Akteure, das Zusammenspiel Aller und im Blick behalten, wo Potential für Weiterentwicklungen besteht“, sagt die Verwaltungsangestellte. Darum steht sie regelmäßig im Austausch mit der Verband und Serviceorganisation der Wirtschaftsregionen Hamburg und Schleswig-Holstein, dem Reinbeker Gewerbebund wie auch mit den Handelskammern und der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn. „Themen wie der Klimaschutz und der Ausbildungsmarkt haben aktuell bei Unternehmen eine hohe Priorität“, sagt sie.

Nach zwei Jahren Pause bereitet Sophie Nieder gerade den zwölften Ausbildungsmarkt vor. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist dies für Unternehmen eine gute Möglichkeit, um an Nachwuchs zu kommen und so sind bereits alle Standplätze im Sachsenwald Forum Reinbek ausgebucht. „Die Resonanz war enorm“, sagt sie. Unternehmen beispielsweise aus den Bereichen Logistik, Medizin, Banken, Versicherungen, Groß- und Einzelhandel werden am 14. September von 9 bis 16 Uhr vertreten sein.

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