12. Mai 2021
Reinbek

Ministerpräsident besucht Mediaform

Reinbeker Firma liefert Impfstoff-Kennzeichnung

Ministerpräsident Daniel Günther (l.) und der Landtagsabgeordnete Lukas Kilian (Mitte) erstellen unter fachlicher Anleitung ein Etikett für eine Spritze Foto: Kuhlmann

Ministerpräsident Daniel Günther (l.) und der Landtagsabgeordnete Lukas Kilian (Mitte) erstellen unter fachlicher Anleitung ein Etikett für eine Spritze Foto: Kuhlmann

REINBEK „Der Erfolg des Unternehmens ist ein positives Signal an die Beschäftigten und an die gesamte Region gerade in Zeiten der Pandemie“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Zusammen mit dem Stormarner Landtagsabgeordnete Lukas Kilian (CDU) besuchte er Mediaform. Die Reinbeker Firma liefert Kennzeichnungssysteme für den Gesundheitsbereich.

Für das größte deutsche Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg gerade eine Covid-19 Impf-stoff-Kennzeichnung sowie eine sichere Impfausweis-Etikettierung entwickelt. Injektionsflaschen, Spritzen und Dokumente können mittels eines Barcodes eindeutig zugeordnet werden, was den Impfablauf beschleunigt. Zudem bietet das System die Möglichkeit den gesamten Impfprozess nachzuverfolgen. Ein weiterer Vorteil: Die Etiketten für den Impfausweis böten Schutz vor Fälschungen. „Gerade wenn Geimpften mehr Freiheiten gewährt werden sollen, müssen die Etiketten für den Impfausweis fälschungssi-cher sein“, sagt Jörg Weber, Geschäftsführer bei Media-form.

Weiterhin hat der Anbieter Patientenarmbänder entwickelt, die nicht nur anitallergen sind. Anhand des Codes auf den Armbändern und eines weiteren Codes auf der Medikation sei eine eindeutige Zuordnung von Patient und Medikament sichergestellt. „Mithilfe eines mobilen Gerätes in Größe eines Smartphones werden alle Daten festgehalten“, erklärt Weber. Jeder Mitarbeiter kann die Daten einsehen und sich somit über den aktuellen Behandlungsstand des betreffenden Patienten informieren. Handschriftliche Zusatzvermerke sind nicht mehr notwendig. „Nicht nur auf den Intensivstationen müssen alle Daten zuverlässig zuzuordnen sein“, so der Geschäftsführer.

International erfolgreich

Insgesamt 30.000 Aufträge mit 100.000 Proben werden täglich in der firmeneigenen Datenbank für Labore verarbeitet. Rund 65 Millionen Laboretiketten verlassen jährlich den Betrieb, acht Millionen Patientenarmbän-der werden hergestellt, 161 Millionen Laboraufträge pro Jahr erfasst. Bereits seit Ende der 1990er Jahre setzt Mediaform auf Digitalisierung. Rund 1.350 Labore und Kliniken im deutschsprachigen Raum nutzen bereits die Proben- und Medikamentenkennzeichnung des Reinbeker Unternehmens.

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