2. Juni 2021
Reinbek

Lebensraum für Igel, Falter und Veilchen

Grünfläche am Schmiedesberg natürlich gestaltet

Uta Schulz (links) macht die Grünfläche zwischen Schmiedesberg und Parkallee zu einem Natur-garten, Birgit Treuten (rechts) greift ihr als Expertin unter die Arme Foto: Kuhlmann

REINBEK Im November hat Uta Schulz begonnen, die Grünfläche, die an dem Weg, der den Schmiedesberg mit der Parkallee in Reinbek verbindet, zu säubern. Seit Mai vergangenen Jahres hat sie für die 200 Quadratmeter große Grünfläche die Patenschaft übernommen.

„Jetzt geht es los, wir beginne zu säen und zu pflanzen“, sagt die Personalentwicklerin.Uta Schulz hat eine Leidenschaft für das Gärtnern. Über die Jahre entdeckte sie das Naturgärtnern für sich. Mit einheimischen Blumen, Totholzbereichen und Pflanzen, die auf die Lichtverhältnisse abgestimmt sind, gibt sie sich viel Mühe. Naturgärtnerin Birgit Treuten greift ihr dabei mit ihrer Expertise unter die Arme. Uta Schulz hat sie eigens für die Anlage engagiert. Nachdem im vergangenen Jahr Rasenmulch und Müll entsorgt, Zäune und Flächen von Efeu, Brombeersträuchern und Winden befreit wurden, geht es nun in die Bepflanzung. Im Winter wurde sie von den Nachbarskindern Juna, Jesse und Finya unterstützt.

Doch bedingt durch die Corona-Pandemie verzichtet sie aktuell auf deren Unterstützung. Finya hatte für alle Passanten ein Schild gestaltet, auf dem es neben Erklärungen auch den Hinweis für Hundebesitzer gibt, die Hinterlassenschaften der Tiere zu entsorgen.
Nachdem der Boden bearbei-tet wurde, haben Samen für eine norddeutsche Wildblumenwiese einen Platz in der Erde gefunden. Zweimal pro Jahr muss die Wiese gemäht werden. „Ich möchte dafür einen Sensenkurs machen“, so Schulz.

Färberkamille, Leimkraut, und einheimische Gräser, in denen ein Schmetterling mit Namen Aurorafalter gern seine Eier ablegt, werden in die Erde gebracht. Im weniger sonnigen Bereich sollen Akelei, Walderdbeeren und Veilchen verweilen. Noch ein Stückchen kommt der Totholzhaufen. Totholz dient nicht nur als Kohlenstoffspeicher sondern bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere wie beispielsweise den Igeln.

Daneben wächst ein japanischer Schnürbaum. Den hat Uta Schulz zu einem Korb geformt und mit Laub befüllt. Hier fühlen sich nun Raupen und Engerlinge wohl. Mitten auf dem Grünstreifen wachsen ein Apfelbaum, eine Eibe und eine Korkenziehereiche. Für den Beschnitt sind die städtischen Mitarbeiter zuständig.

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