3. Februar 2021
Reinbek

Kontakte in die ganze Welt

Sachsenwaldschüler erleben interkulturelle Begegnungen

ranzösische Gastschüler und ihre deutschen Gastgeber tragen sich in das Gästebuch der Stadt Reinbek ein Foto: Möller

ranzösische Gastschüler und ihre deutschen Gastgeber tragen sich in das Gästebuch der Stadt Reinbek ein Foto: Möller

REINBEK Der Schüleraustausch an der Sachsenwaldschule hat eine lange Tradition, über eintausend Schüler haben daran im Laufe der Jahre teilgenommen. „Ob und mit welchen Schulen ein Austausch stattfindet, hängt von den Kontakten der Lehrkräfte ab“, erklärt Schulleiterin Helga Scheller-Schiewek. „In der Regel sind es Lehrkräfte, die Fremdsprachen unterrichten und private Kontakte zu Lehrkräften an ausländischen Schulen haben“, sagt die Studienrätin.

So gab es einen sehr lang andauernden Austausch mit Alsager/England, kurze Zeit mit China, Venezuela, lange mit Amalfi (Italien), aber auch mit Granada (Spanien). Ein weiteres Austausch-Ziel war Australien und bereits seit Jahrzehnten gibt es einen Austausch mit Mulhouse (Frankreich) und Åland (Finnland), viele Schüler haben auch am Brigitte-Sauzay Programm teilgenommen (drei Monate Frankreich / Deutschland). Außerdem besteht ein Austausch mit Frankreich: Lycee Montagne, Mulhouse, sowie Aland: Aalands Gymnasium, Finnland – das bislang letzte Mal 2019. Denn im vergangenen Jahr mussten alle Begegnungen Corona bedingt abgesagt werden.

Sprachkenntnissse testen

Im Zentrum jeder Austauschveranstaltung stünden die interkulturelle Begegnung und die Anwendung der gelernten Fremdsprachen, wie die Schulleiterin erklärt. „In Frankreich ist das selbstverständlich das gelernte Französisch, im Finnlandaustausch ist die „Austauschsprache“ Englisch beziehungsweise Deutsch. „Wir werden die Begegnungen wieder starten, wenn es die Infektionslage zulässt. Es gibt einen Termin für Frankreich im Frühsommer dieses Jahres; ob er eingehalten werden kann, ist derzeit natürlich unklar.“

Private Freundschaften

Einige Schüler halten den Kontakt zu ihren ausländischen Partnern auch über den Austausch hinaus. Aus dem Englandaustausch ging sogar eine Ehe hervor. Die Lehrkräfte, die den Austausch planen und organisieren, stünden auch jetzt im Kontakt miteinander, einige pflegen auch heute noch Freundschaften mit ehemaligen Austauschpartnern.

Neues Wunsch-Ziel

Das ostafrikanische Uganda ist das neueste Wunsch-Ziel für einen Austausch an der Sachsenwaldschule. Lehrer Gerd Krohn kam durch eine Schülerin in Kontakt mit dem Verein EURIST, dem European Institute for Sustainable Transport, dessen Vorsitzender ihr Vater Jürgen Perschon ist. EURIST macht sich stark für Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung auf dem Gebiet umweltfreundlicher, nachhaltiger und gerechter Mobilitäts- und Transportpolitik und entwickelt Projekte, um insbesondere dem hohen Ressourcenverbrauch im Verkehrsbereich und der damit verbundenen globalen Klimaveränderung entgegenzuwirken. Derzeit läuft ein Förderantrag der Schule bezüglich Unterstützung durch die Organisation weltwärts. Das geplante Arbeitsgruppentreffen konnte aus Corona-Gründen bislang noch nicht stattfinden.

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