25. Mai 2022
Reinbek

Feuerwehrneubau schreitet voran

Doch bei der Holzverkleidung gibt es Probleme

Die beiden Architektinnen Andrea Hümpel (li.) und Kathrin Zur-Lage begutachten den Baufortschritt in der zukünftigen Fahrzeughalle
Foto: Kuhlmann

REINBEK  Anfang 2023 soll die Reinbeker Feuerwehr in ihr neues Gebäude einziehen können. Der Rohbau steht bereits. Nach vielen Jahren Diskussionen um den Standort und die Kosten ging es im Sommer vergangenen Jahres endlich mit dem Bau los.

„Die ersten Baufahrzeuge waren am 2. August letzten Jahres hier“, sagt Andrea Hümpel, Architektin des Architekturbüros Rimpau, Bauer, Derveaux. Sie überwacht den Bau seitens des Planungsbüros. 3200 Quadratmeter groß wird Reinbeks neue Feuerwehr am Mühlenredder. Die Fahrzeughalle verfügt über zwölf Tore zuzüglich Waschanlage und Werkstatt. 100 Feuerwehrleute sind ehrenamtlich bei dieser Wehr, die bislang noch in der Klosterbergenstraße sitzt, engagiert. Dazu kommen 40 Kinder und Jugendliche. „Wir freuen uns auf das neue Gebäude und sind gespannt, wie es am Ende wird“, so Joachim Stanisch, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) in Reinbek und Koordinator des Baus seitens der Wehr. Neben der gesamten Logistik des Umzuges müssen weitere Fragen geklärt werden, etwa wohin die Ausrüstung kommt und wo das Material gelagert wird. Rund zwölf Jahre lang ist ein neuer Standort für die FFW Reinbek im Gespräch, denn die jetzige Wehr ist zu klein.

Der Bau ist klimagerecht geplant, ein Holzbau mit Dachbegrünung. Geheizt werden soll mit einem Blockheizkraftwerk, das zudem die Gemeinschaftsschule und die Grundschule im Mühlenedder versorgen wird. „Nachhaltigkeit war von Beginn an ein Thema“, so Kathrin Zur-Lage, Architektin und Projektleiterin des Baus seitens der Stadt Reinbek. Dazu gehört eine Fassade aus Lärchenholz. Doch daran hapert es gerade, da dieses Holz aus Russland käme. „Wir gucken jetzt nach alternativen Lieferanten“, sagt Zur-Lage. Sollte das nicht klappen, müsste über alternative Verkleidungen nachgedacht werden. Der Baufortschritt würde dadurch nicht behindert. „Wir können den Bau einhausen, also mit Folie verkleiden und so problemlos weitermachen“, sagt die Projektleiterin. Nicht nur darin begründet sich die Kostensteigerung des Baus. Allein zwei Millionen Euro mussten im letzten Haushalt nachgesteuert werden. 13,6 Millionen Euro sind es jetzt insgesamt. Für die Feuerwehrleute wird es auf dem Parkplatz Wallboxen geben, zum Laden von privaten Elektro-Autos. Für die Feuerwehrfahrzeuge ist die Elektromobilität noch kein Thema. Zu flexibel muss die Einsatzbereitschaft der elf Fahrzeuge sein. Ein zwölftes ist bereits in Planung.

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