10. Februar 2021
Reinbek

Die Arbeitslosigkeit nimmt weiter zu

Mehr Unternehmen melden im Januar Kurzarbeit an

Mehr Unternehmen melden Kurzarbeit an Foto: Thinkstock

Mehr Unternehmen melden Kurzarbeit an Foto: Thinkstock

REINBEK/STORMARN Die Corona-Pandemie hinterlässt weiterhin Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Im Bereich der Geschäftsstelle Reinbek ist die Zahl der Erwerbslosen im Januar gegenüber Dezember um 96 auf 2.366 gestiegen, die Arbeitslosenquote beträgt 4,2 Prozent nach 4,0 Prozent im Vormonat.

Wie sehr sich die Krise auf die Beschäftigungslage auswirkt, verdeutlichen die Zahlen im Jahresvergleich: Im Januar 2020 waren in Reinbek 1.944 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – 422 weniger als im vergangenen Monat. Die Erwerbslosenquote lag damals noch bei 3,5 Prozent.

Dagegen sinkt das Angebot an freien Arbeitsplätzen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe wurden in Reinbek im Januar 617 offene Stellen gemeldet. Das waren insgesamt 278 weniger als im selben Monat des Vorjahres. Im Kreis Stormarn waren im Januar 5.448 Personen arbeitslos, 342 mehr als im Dezember, aber 1.068 mehr als im Januar 2020. Die Quote ist von 3,9 auf aktuell 4,1 Prozent gestiegen.

Arbeitsmarkt weiterhin robust

„Trotz des deutlichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit erweist sich der Arbeitsmarkt insgesamt weiterhin als robust“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Arbeitsagentur in Bad Oldesloe. Mit dem Plus von 342 zum Jahreswechsel liege die Zunahme auf dem Niveau des Vorjahres, ein darüber hinaus gehender Anstieg aufgrund der aktuellen Lockdown-Beschränkungen habe sich nicht eingestellt. „Im Januar steigt die Arbeitslosigkeit regelmäßig stärker an. Auslöser sind zumeist saisonale Faktoren. Zum einen enden befristete Arbeitsverträge zum Jahresende eben-so wie Kündigungsfristen zu diesem Zeitpunkt auslaufen.“

Arbeitsamts-Chefin Kathleen Wieczorek: „Der Arbeitsmarkt ist weiterhin robust.“Foto: PT
Arbeitsamts-Chefin Kathleen Wieczorek: „Der Arbeitsmarkt ist weiterhin robust.“ Foto: PT

Weiter zugenommen hat auch die Kurzarbeit im Kreis Stormarn. Im Januar haben 227 Betriebe Kurzarbeit neu angezeigt und erwarten bei 2.266 Beschäftigten einen Arbeitsausfall. Im Dezember registrierte die Arbeitsagentur noch 157 Neuanzeigen auf Kurzarbeit für 1.505 Mitarbeitende, im November waren es 136 Anzeigen für 849 Beschäftigte.

„Kurzarbeit bleibt das Instrument der Stunde. Die anhaltenden verschärften Lockdown-Maßnahmen seit Mitte Dezember haben die Zahl neuer Anzeigen nochmals steigen lassen.“ Die Möglichkeit der Kurzarbeit sichere vielen Beschäftigten den Arbeitsplatz und den Unternehmen ihre bewährten Mitarbeitenden und Fachkräfte. Mit den im Dezember eingegangen Anzeigen ist die Zahl der Stormarner Unternehmen, die seit Beginn der Corona-Pandemie Kurzarbeit angezeigt haben, auf insgesamt 3.145 gestiegen.

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