27. Januar 2021
Reinbek

Auch in der Krise einsatzbereit

Virtuelle Jahreshauptversammlung der Freilligen Feuerwehr Ohe

Oliver Selke, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Ohe, hatte zur virtuellen Jahresversammlung eingeladen Foto: PT

Oliver Selke, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Ohe, hatte zur virtuellen Jahresversammlung eingeladen Foto: PT

REINBEK Die Corona-Pandemie fordert auch von den Freiwilligen Feuerwehren viel Phantasie. Die Freiwillige Feuerwehr Ohe folgte nun dem allgemeinen Trend: Die Jahresversammlung fand virtuell in einer Videokonferenz statt.

„Es war und ist nicht hinzunehmen, während der Pandemie auf alles verzichten zu müssen und den Feuerwehrdienst weitestgehend herunterzufahren“, betonte Wehrführer Oliver Selke in seinem Jahresbericht, den er online in die Wohnzimmer der Mitglieder sendete.
Er zeigte sich jedoch erfreut darüber, dass es gelungen sei, bereits eine Woche nach Beginn des ersten Lockdowns im März Online-Übungen und Versammlungen anzubieten. Dabei dankte er den Gruppenführern, Ausbildern und Administratoren für die zügige Umsetzung.

Einsatzzahl Corona-bedingt gesunken

Die Pandemie und deren Probleme ziehen sich trotz aller Maßnahmen durch den ganzen Jahresbericht. Besonders hat die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten gelitten. So ist die Gesamt-Einsatzzahl in 2020 gesunken. Unter den 112 Einsätzen finden sich lediglich acht Einheiten in der Brandschutzerziehung. Desweiteren zählten die Oher Feuerwehrleute 22 Brände, 51 technische Hilfeleistungen, 24 Fehlalarme und sieben sonstige Einsätze.

Neben den Online-Übungen hat die Wehr die Sommerzeit für Präsenz-Übungen so gut wie möglich ausgenutzt und zusätzlich an einem Seminar „Rettung aus Bussen“ teilgenommen. Für alle Mitglieder der Gemeindefeuerwehr Reinbek wurde ein „Vegetationsbrandtraining“ organisiert. Die Atemschutzträger konnten eine „Heißbrandausbildung“ absolvieren. Für sichereres Eintreffen am Einsatzort gab es zwei ADAC-Blaulichttrainings mit den Löschfahrzeugen.

In der Online-Jahresversammlung gab es neben dem Jahres- und Kassenbericht auch Ehrungen und Beförderungen – sie wurden vor der Versammlung einzeln aufgezeichnet und während des Chats abgespielt: Pascal Dehnbostel wurde Oberfeuerwehrmann, Annette Görn und Malte Thiele sind ab jetzt Hauptfeuerwehrleute. Im Auftrag des Kreiswehrführers wurden die Gruppenführer Frank Satow und Fabian Papke zu Oberlöschmeistern befördert. Der stellvertretende Wehrführer Philip Willner erhielt den Dienstgrad Oberbrandmeister. Christian Lippens ist seit zehn Jahren Mitglied, Hans Bohlens zählt 30 Mitgliedsjahre und Dieter Wilkens freut sich über die Auszeichnung für stolze 50 Jahre in der FF Ohe.

Auch Bürgermeister Björn Warmer loggte sich in die virtuelle Sitzung ein und dankte aufrichtig für die Arbeit der Ehrenamtler: „Ein Rückblick auf ein besonderes Jahr 2020 und die fast selbstverständliche Erkenntnis, dass unsere Feuerwehren immer einsatzbereit sind – egal wie widrig die Umstände sind“, betonte Warmer. Trotz der widrigen Umstände ist es der Oher Wehr gelungen, stets schnell auszurücken und zu helfen. Und das, so lautete auch das Resümee von Oliver Selke, „sogar besser denn je, denn es gibt mehr Einsatzkräfte, die im Home-Office arbeiten und am Tage zur Verfügung stehen“.

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