17. Februar 2021
Oststeinbek

Naturschutzgruppe streicht die Segel

BUND baut Ortsgruppen in Glinde und Reinbek aus

So wie die Wildblumenwiese im Forellenpark liegt nun auch die Naturschutzarbeit in der Gemeinde auf Eis Foto: Philippi

So wie die Wildblumenwiese im Forellenpark liegt nun auch die Naturschutzarbeit in der Gemeinde auf Eis Foto: Philippi

OSTSTEINBEK Acht Jahre lang waren die Mitglieder der Oststeinbeker Ortsgruppe vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Gemeinde aktiv. Seit Jahresbeginn ist damit nun bis auf Weiteres Schluss.

„Obwohl wir insgesamt 33 eingetragene Mitglieder in Oststeinbek hatten, war es nicht möglich, mindestens drei Mitglieder zu mobilisieren, aktiv mitzuarbeiten“, berichtet Ortsgruppenleiter Jochen Bloch. Daher musste die Gruppe notgedrungen aufgelöst werden. „Was den Natur- und Umweltschutz angeht, rührt sich in Oststeinbek absolut nichts“, kritisiert Bloch. „Ein paar schöne Blühwiesen allein tun es nicht und selbst in diesem Bereich tut sich ja nichts mehr.“ Auch gäbe es, außer dem Umweltausschuss, im Rathaus aktuell keine erkennbaren Ansprechpartner für Natur- und Umweltthemen. Belange, um die sich eine Naturschutzgruppe kümmern könnte, gäbe es in der Gemeinde hingegen genug, meint der 69-Jährige: „Das neu ausgewiesene Gewerbegebiet beispielsweise oder die eventuelle Fällung der wilden Weiden im Zuge des Grundschulneubaus.“ Hoffnung, dass eine neue Generation die Umweltarbeit des BUND in Oststeinbek weiterführen wird, hat Bloch nicht. „Das wäre natürlich schön aber im Moment hat man eher das Gefühl, dass es in Oststeinbek alles so bleiben soll wie es immer war.“

Als positive Entwicklung resultiert aus dem Ende der Ortsgruppe der Ausbau der beiden BUND-Ortsgruppen Glinde und Reinbek. „Hier haben wir sehr aktive Mitglieder“, freut sich Bloch. In Glinde kümmert sich die Gruppe aktuell um das Biotop am Mühlenteich. In Zukunft wolle man aber auch an anderen Stellen sichtbar mitwirken. Reichlich Ideen gibt es bereits, sagt Bloch: „Die Sukksche Kate könnte man zum Beispiel wunderbar als Naturzentrum ausbauen.“

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