14. April 2021
Oststeinbek

Langwieriger Kampf gegen die Müllsünder

Gemeinde plagt sich mit illegalem Abfall herum

Die Abfallcontainer am Rathausplatz könnten bald mit Videokameras überwacht werden, so die Überlegung Foto: Philippi

Die Abfallcontainer am Rathausplatz könnten bald mit Videokameras überwacht werden, so die Überlegung Foto: Philippi

OSTSTEINBEK Sperrmüll in der Feldmark, Gartenabfälle in den Wäldern, Kartons neben vollen Papiertonnen am Rathausplatz, Abfall in Hecken und auf Wegen, liegengelassene Hundehaufen: Die Mitarbeiter des Ordnungsamts und des Bauhofs kämpfen aktuell gegen vermehrt auftretenden Müll im Gemeindegebiet.

„Das illegale Entsorgen von Abfällen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und schadet nicht nur dem Menschen, sondern auch der Natur“, heißt es seitens der Ordnungsbehörde. Zu beobachten sei insbesondere eine gewisse Nachlässigkeit einzelner Personen. „Es kann doch nicht sein, dass man Abfall einfach auf den Boden wirft, obwohl ein öffentlicher Mülleimer drei Meter entfernt steht“, ärgert sich ein Mitarbeiter des Bauhofs. Zwar würden die Angestellten des Ordnungsamtes und des Bauhofs auf Hochtouren arbeiten und auch die öffentlichen Abfallbehälter würden regelmäßig und in kurzen Zeitintervallen geleert. Dennoch gehen täglich neue Meldungen von Anwohnern über sogenannten wilden Müll ein.

Die Gemeindemitarbeiter bitten die Oststeinbeker daher weiterhin aufmerksam zu sein und illegal entsorgten Abfall umgehend unter Tel. 713 003 38 oder per E-Mail an ordnungsamt@oststeinbek.de zu melden.

Die Mitglieder der CDU-Fraktion gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie haben für die kommende Gemeindevertretersitzung zwei Anträge zur Müllproblematik gestellt. Im ersten Antrag soll geprüft werden, ob es möglich ist, Müllsammelplätze, beispielsweise jenen am Rathausplatz, videotechnisch zu überwachen. „Durch diese Maßnahme soll eine Nachverfolgung von Müllsündern und eine Abschreckung erzielt werden“, heißt es. Mit dem zweiten Antrag soll geklärt werden, wer für die Entsorgung des illegalen Abfalls in der Feldmark zuständig ist. „Derzeit werden die Flächeneigentümer bei Verschmutzungen für die Entsorgung in die Pflicht genommen“, so die Fraktionsmitglieder. Das könne aber keine dauerhafte Lösung für das Problem sein.

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