3. Februar 2021
Oststeinbek

Im April soll der neue Vorstand gewählt werden

Kulturring Oststeinbek: Veranstaltungsorganisation unter erschwerten Bedingungen

Jürgen Finger ist der Vorsitzende des Kulturring Oststeinbek Foto: Kulturring

Jürgen Finger ist der Vorsitzende des Kulturring Oststeinbek Foto: Kulturring

OSTSTEINBEK Beim Kulturring Oststeinbek, der seit seiner Gründung 1988 die Bürger der Gemeinde mit einer Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen begeistert, steht in diesem Jahr nicht nur die Kultur, sondern auch die nächste Vorstandswahl auf dem Programm.
Wahltermin ist aktuell Donnerstag, 1. April. „Wir planen eine Präsenzveranstaltung“, erklärt der Vorsitzende Jürgen Finger. Grund dafür sei, dass die Mehrzahl der rund 92 Mitglieder, 30 davon sind aktive Mitglieder, nicht mit einer Videokonferenz klar komme und viele auch gar keinen Computer haben. Finger hofft, dass die Vorstandswahl in Präsenz stattfinden kann. Der 72-jährige wird nach acht Jahren im Amt nicht erneut für den Vorsitz antreten, hat aber mit dem zweiten Vorsitzenden Jürgen Graff bereits einen potentiellen Nachfolger. „Jürgen Graff hat sich schon gut eingearbeitet“, freut sich Finger.

Auch Manfred Kuchta (76), seit vielen Jahren verantwortlich für die Veranstaltungsplanung, gibt sein Amt ab. Aufgrund der Corona-Situation, die seit knapp einem Jahr immer wieder Umplanungen erfordert, wird er allerdings bis Ende 2021 im Boot bleiben. Er hat einen Großteil der Künstler gebucht und kümmert sich – wenn erforderlich – um neue Termine.

Das Programm für das Jahr 2021 steht, der Flyer befindet sich gerade auf dem Weg zu den Mitgliedern. Es ist ein Programm, das sich sehen lassen kann und es ist für jeden etwas dabei: Konzert-Lesungen, Kabarett mit Musik, Konzerte, musikalische Geschichten, Kunstvorträge und als Abschluss das Weihnachtsprogramm. Welche der Veranstaltungen wie geplant stattfinden können und welche eventuell verschoben werden müssen, ist zurzeit ungewiss. Die ersten beiden Konzerte, die am 19. und 20. Januar geplant waren, mussten abgesagt werden und sind um ein Jahr verschoben.

Die Situation ist schwierig für die ehrenamtlichen Kulturveranstalter, aber sie lassen sich nicht entmutigen. „Wir sind noch motiviert, obwohl die Situation an den Nerven zerrt“, so Finger. Im ersten Lockdown sei es zunächst frustrierend gewesen, als die bereits gezahlten Eintrittsgelder zurück überwiesen werden mussten. Jetzt gelten neue Regeln: Der Kartenverkauf beginnt erst 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn. Das macht die Organisation einfacher, denn mit einem Zeitfenster von 14 Tagen wissen Finger und Muchta, ob es wirklich eine Präsenzveranstaltung geben darf. „Uns tun die Künstler leid, besonders diejenigen, die von der Kunst leben, denn die trifft es jetzt hart.“

Jürgen Finger gerät ins Schwärmen, wenn er von den Künstlern spricht. Sein persönliches Highlight wird der Auftritt des Klavier-Duos „YOLOduo“, der nach aktueller Planung am 26. März stattfinden soll. Die beiden Pianistinnen Maria Kovalevskaya und Natalia Maximova nennen ihr Programm „Old Rhythm – New Sound“ und spielen von Klassik bis Pop Stücke von Beethoven bis Abba. „Darauf freue ich mich, die machen gute Musik“, sagt er. Sein zweites Highlight wird der Kabarettabend mit Uli Masuth am 12. März. Viele Mitglieder des Kulturrings haben bereits lange ihre Karten gekauft und freuen sich sehr, wenn es endlich wieder losgeht. Privat sind Jürgen Finger und seine Frau gerade gut eingespannt: Sie kümmern sich um ihre Enkelin Clara. Die Zweijährige hält Oma und Opa gut auf Trab. „Wir sind ein Verein für alle und arbeiten beitragsfrei“, sagt Jürgen Finger. „Die Mitglieder sollen das Vereinsleben gestalten, das ist unser Ziel.“

Wer Interesse an den Veranstaltungen des Oststeinbeker Kulturring hat, findet alle Infos auf der Homepage unter www.oststeinbeker-kulturring.de.

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