17. November 2021
Glinder Zeitung

Ostbek Cowboys sind jetzt deutscher „Trizemeister“

Senioren des Oststeinbeker Sportvereins holen die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften

Der Kader der Ostbek Cowboys bestehend aus Jan Schneider, Jörn Schneider, Fridolin Lippens, Lars Loßin, Hauke Saß, Aimo Heilmann, Arne Kämpfer, Axel Martens, Martin Hofmann, Jan Buhrmester, Tobias Beiersdorf, Martin Kauffeldt, Rüdiger Barth (v.l.) Foto: Pt

Der Kader der Ostbek Cowboys bestehend aus Jan Schneider, Jörn Schneider, Fridolin Lippens, Lars Loßin, Hauke Saß, Aimo Heilmann, Arne Kämpfer, Axel Martens, Martin Hofmann, Jan Buhrmester, Tobias Beiersdorf, Martin Kauffeldt, Rüdiger Barth (v.l. )Foto: Pt

OSTSTEINBEK Mit breitem Lächeln saß Fridolin Lippens nach dem Sieg im letzten Match auf der Bank und deutete auf seine flatternden Finger: „Irre, oder? Da geht nix mehr.“
15 Sätze hatte der Außenangreifer binnen zwei Tagen absolviert, ein Marathonprogramm, das sich ältere Herren gemeinhin nicht mehr antun sollten. Nicht so die Ostbek Cowboys, die bei den Deutschen Meisterschaften der Ü41 Senioren im Volleyball in Minden unbedingt aufs Treppchen wollten – und dies gegen bärenstarke Konkurrenz erzwangen. Volle 20 Jahre nach dem Zweitliga-Aufstieg, den der Kern dieser Mannschaft im Jahr 2001 erreicht hatte, gelang dem Team nun ein weiteres Karriere-Highlight.
Vor zwei Jahren hatten die Veteranen des Oststeinbeker SV nach einem Halbfinal-Drama das Folgespiel um Bronze „verdaddelt“, wie Trainer Jörn Schneider sagt, „diesmal wollten wir bei der Siegerehrung als gesamte Mannschaft auch da hoch auf das verdammte Treppchen.“ Das Unternehmen Bronze glückte dieses Mal. „Deutscher Trizemeister“, so nennen sich die Cowboys nun.
Zunächst spielten die Oststeinbeker in ihrer Gruppe gegen zwei der besten Gegner: Mondorf mit den Ex-Nationalspielern Ilja Wiederschein und Silvio Schultze und Nordhausen mit Ex-Nationalspieler Mark Siebeck, den späteren Deutschen Meister. Die Cowboys wehrten sich munter, die Partien endeten jeweils 0:2. Das abschließende sichere 2:0 gegen ein kampfstarkes, aber spielerisch limitiertes Eningen bedeutete den 3. Platz in der Vorrunde – und damit das Viertelfinale gegen den Zweiten der anderen Gruppe. Dort warteten ausgerechnet die Giesen Grizzlies, ein Team, das sich mit den Cowboys schon zu Zweitligazeiten wilde Duelle geliefert hatte und 2019 Deutscher Vizemeister geworden war. Die Cowboys siegten 15:13 im Tie-Break und standen im Halbfinale. Im Spiel um den dritten Platz ging es um den Mindener „Buttjer“, eine Trophäe in Pokalgröße. Wieder hieß der Gegner Mondorf, und noch einmal lieferten die Oststeinbeker einen Kampf. Diesmal allerdings war auch Fortuna auf Seiten der Cowboys: 25:23, 24:26, 15:13.

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