17. November 2021
Glinder Zeitung

Mit zwölf Jahren auf dem Weg in die Politik

Sieben Kandidaten für Kinder- und Jugendbeirat

Die Kandidaten und Kandidatinnen Rebekka Lekebusch, Marlene Weyrauch, Jakob Hess, Mika Väterlein, Aliyah Braun und Emelia Boadi Danso (v.l.) Foto: Kuhlmann

Die Kandidaten und Kandidatinnen Rebekka Lekebusch, Marlene Weyrauch, Jakob Hess, Mika Väterlein, Aliyah Braun und Emelia Boadi Danso (v.l.) Foto: Kuhlmann

REINBEK Sieben Jugendliche haben sich gefunden, die sich nun zur Wahl für den neuen Kinder- und Jugendbeirat stellen werden. Mika Väterlein ist einer von ihnen. Mit zwölf Jahren interessiert er sich bereits für Politik.

Der Siebtklässler möchte sich unter anderem für das Klima einsetzen. Neue Kandidatin ist auch Emelia Boadi Danso (14). Ihr Ziel ist es, sich für soziale Belange zu engagieren. „Kinder brauchen mehr Gehör. In vielen Familien funktioniert es gerade nicht so gut“, sagt sie. Corona habe gezeigt, dass eine Reihe von Kindern auf sich allein gestellt sei. „Die Meinung von Kindern muss gehört werden“, sagt Aliyah Braun (15), die sich ebenso zum ersten Mal aufstellen lässt. Ihr Ziel ist es, zwischen Kindern und Erwachsenen zu vermitteln. Vom 15. bis 18. November wird in Reinbek der nächste Kinder- und Jugendbeirat gewählt. „Wir passen uns mit den Wahlen dem landesweiten Wahlrhythmus an“, sagt Ulrich Gerwe, Jugendbeauftragter der Stadt Reinbek. Knapp eineinhalb Jahre war der Kinder- und Jugendbeirat im Amt. Jetzt wurde er vorzeitig aufgelöst, damit die Bahn für Neuwahlen frei ist.
Neben den neuen Jungpolitikern stellen sich Rebekka Lekebusch (17), Marlene Weyrauch (17) und Jakob Hess (17) erneut zur Wahl. „Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, dass es uns gibt. Durch die Corona-Pandemie haben wir Zeit verloren. Mit der neuen Kandidatur freue ich mich auf eine zweite Chance“, sagt Marlene Weyrauch. „Es ist manchmal auch frustrierend, aber am Ende geht es darum, unsere Interessen zu vertreten“, sagt Jakob Hess. Das sieht Rebekka Lekebusch genauso und sie ergänzt: „Wir möchten an der ein oder anderen Stelle das Denken verändern.“

Ran an die Wahlurne

Von Montag bis Donnerstag wird gewählt. Mit Wahlkabine und Stimmzettel sind Ulrich Gerwe und sein Team ausgestattet, wenn sie zu den Standorten in den Schulen und der Stadtbibliothek fahren. Wählen dürfen nur Reinbeker Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt in Reinbek haben.
Insgesamt 2800 Reinbeker Kinder und Jugendliche wurden im Vorfeld angeschrieben und über die Wahl informiert. „Das hat schon motiviert, Post vom Bürgermeister zu bekommen“, sagt Nina Reißler, Leiterin des Jugendzentrums (Juz). Am Freitag gibt es eine private Wahlparty im Juz. Dann ist klar, wer es nach diesem spannenden Rennen in den neuen Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Reinbek geschafft hat.

Wahlen haben bereits
am Mo, 15.11. in der Amalie-Sieveking-Schule und am
Di, 16.11. im Gymnasium
Sachsenwald stattgefunden. Weitere sind am Mi, 17.11.
von 9.30 bis 12 Uhr in der
Gemeinschaftsschule und
am Do, 18.11. von 16 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek

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