1. Dezember 2022
Glinde

Zu wenig Geld, um noch mehr Energie zu sparen

Leere Kassen setzen dem umweltbewussten Glinder Sportverein Grenzen

Kegeln

Für die Kegelbahnen im Keller des Sportlerhauses sind noch viele Termine frei, so der TSV-Vorsitzende Joachim Lehmann Foto: Schult

GLINDE Energie und damit Kosten zu sparen ist schon lange ein wichtiges Thema beim Glinder Sportverein. So wurde schon vieles erreicht. Doch nicht zuletzt angesichts der rasant steigenden Kosten für Strom und Gas wird weiter nach Möglichkeiten zur Verbesserung gesucht.

Schließlich muss der Verein ein großes Sportlerhaus von rund 5000 Quadratmetern mit Tennishalle, etliche Außenanlagen und einiges mehr unterhalten und die Preisveränderung vom e-werk Sachsenwald sei bereits angekündigt, berichtet der Vorsitzende des TSV Glinde, Joachim Lehmann. Damit werde Energieeffizienz immer wichtiger.

„Das Thema Energiesparen habe ich bereits von meinem Vorgänger Peter Voß übernommen“, so Joachim Lehmann. Seit 13 Jahren steht er an der Spitze des Vereins und hat die Bemühungen um umweltverträgliches Handeln fortgesetzt. Wenn etwas saniert oder erneuert werden muss, werde gleich die energieeffizienteste Variante gewählt. So wurde die Beleuchtung der Tennishalle auf LED umgestellt und mit moderner Lichttechnik versehen, ist der unlängst ausgebaute Boxkeller energetisch auf dem neusten Stand. Auch bei den Kegelbahnen daneben wurden bereits die Beleuchtung umgerüstet. Allerdings werden die Anlagen inzwischen zu wenig genutzt.

Zum umweltbewussten Handeln gehört beim TSV auch der sparsame Umgang mit Wasser. Durchlaufbegrenzer bei den Duschen sind ein Teil davon, der eigene Brunnen für die Bewässerung von Rasen- und Tennisplätzen ein anderer. Eine automatische Steuerungslage sorgt dafür, dass niemand nachts den Hahn aufdrehen muss, damit zur günstigsten Zeit gewässert werden kann.

Trotz aller Bemühungen ist jedoch noch viel zu tun. Bei der Beurteilung, was nötig ist, um als umweltbewusster Sportverein gelten zu können, lässt sich der TSV durch das Sport-Audit des Landessportverbands unterstützen. Die Glinder haben sich erfolgreich für das Projekt beworben durch das sie Unterstützung durch Fachleute erhalten. Alles umzusetzen, ist allerdings schwierig, denn das Geld ist knapp so kurz nach der Pandemiepause sogar besonders knapp. Lehmann: „Noch haben wir den Mitgliederverlust durch die Corona-Beschränkungen nicht aufgeholt.“

So bleiben einige Probleme, die wohl zunächst nicht behoben werden können. Dazu gehört das alte Sportlerheim mit Umkleiden und Aufenthaltsraum für Tennis- und Fußballspieler sowie einer Dienstwohnung für den Hausmeister. Der Flachdachbau ist in die Jahre gekommen, müsste eigentlich ersetzt werden. Auch im Haupthaus ist noch viel zu tun, so der Vorsitzende: „Ich würde gerne alle Fenster austauschen.“ Auch die sind alt und haben nur eine Doppelverglasung. Doch auch das gehört zu den Wünschen, die wohl noch etwas warten müssen.

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