12. Oktober 2022
Glinde

Wer kümmert sich nun um die Senioren?

Zu wenige Kandidaten für den Beirat

Der Seniorenbeirat hat die Belange der Älteren immer im Blick und setzt sich für Verbesserungen ein, beispielsweise bei der Beseitigung solcher Stolperfallen Symbolfoto: GettyImages

GLINDE   Die Wahl eines neuen Seniorenbeirates findet vorerst nicht statt, denn dafür haben sich zu wenige Kandidaten gemeldet. Das gab die Stadtverwaltung jetzt bekannt. Dennoch soll auf ein Gremium, das die Interessen der älteren Glinder vertritt, nicht vollständig verzichtet werden.

Das war das Ergebnis der Überlegungen im Sozialausschuss. Denn immerhin gibt es inzwischen fünf Glinder und Glinderinnen, die bereit sind, das Ehrenamt zu übernehmen. Für eine Wahl müssen es mindestens neun sein, schreibt die Satzung vor. Alle bisherigen Beiratsmitglieder treten nicht erneut an. Doch diejenigen, die sich jetzt gemeldet haben und bereit sind, sich zu engagieren, sollen nicht ausgebremst werden. Insofern musste der Sozialausschuss eine Entscheidung treffen, die ihm nicht leichtgefallen ist. Der Ausschussvorsitzende Frank Lauterbach (SPD) erklärt: „Eine Variante wäre gewesen, die Bewerbungsfrist um weitere Wochen zu verlängern. Allerdings besteht vielleicht dann im Herbst wieder ein erhöhtes Coronarisiko oder unsere bisherigen Interessenten und Interessentinnen hätten schon längst die Lust wieder verloren. Deshalb haben sich die Mitglieder des Ausschusses auf eine Variante geeinigt, die nicht ganz neu ist.“

Ähnlich wie beim Kinder- und Jugendbeirat

Die Anregung dazu kam vom Kinder- und Jugendbeirat. Als das Gremium kurz vor dem Aus stand, weil zu viele Mitglieder zurückgetreten waren, fanden sich junge Leute zu einer Arbeitsgruppe zusammen und wurden aktiv. Die Politik war von dem Einsatz begeistert und unterstützte die Jugendlichen. Nun steht in diesem Herbst die Neuwahl des Jugendbeirats an.  Eine ähnliche Entwicklung erhofft man sich auch für den Seniorenbeirat. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft können die neuen Bewerberinnen und Bewerber beginnen, weitere Mitglieder zu werben, Veranstaltungen mit zu organisieren und an den Sitzungen der politischen Gremien teilnehmen. Für ein erstes Kennenlernen ist der 12. Oktober vorgesehen. Der Sozialausschussvorsitzende ist zuversichtlich: „Ich hoffe, dass sich aus dieser Situation heraus eine genauso positive Entwicklung vollziehen kann, wie wir es bei den Kindern und Jugendlichen erlebt haben.“

Weitere Interessenten sind willkommen

Weitere Interessenten können sich für mehr Informationen an das Amt für Bürgerservice der Stadt Glinde per Telefon unter 040/710 022 22 wenden.

Auch interessant