9. November 2022
Glinde

Was bewegt die Glinder Senioren?

Neue Arbeitsgruppe will mit den Älteren aktiv ins Gespräch kommen

Sie kümmern sich um die Anliegen der Senioren: Detlef Sievers, Brigitte Mattigkeit (re.) und Imka Ruesch Foto: bs

GLINDE Noch sind sie nur zu dritt, die neuen Mitglieder der Senioren Arbeitsgruppe. Doch sie hoffen, schon bald weitere Mitwirkende zu finden, die sich für die Belange der älteren Glinder einsetzen wollen.

„Wir wollen dazu beitragen, dass die Stadt für die Älteren attraktiver wird“, erklärt Imka Ruesch, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe. Unterstützt wird die 62-Jährige von Brigitte Mattigkeit (69) und Detlef Sievers (68). Sie haben zunächst die wichtigsten Aufgaben untereinander aufgeteilt. Sievers übernimmt die Kasse, für den ehemaligen Gas- und Wasserinstallateur ein Gebiet, in das er sich erst einarbeiten muss. Er habe in der Familie viel mit älteren Menschen zu tun gehabt und so von ihren Nöten gehört. „Nun möchte ich sehen, ob ich etwas zum Positiven bewirken kann.“

Brigitte Mattigkeit ist vielen Glindern als aktives Vorstandmitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bekannt. Zudem ist sie Mitglied bei der Nachbarschaftshilfe und viel in der Stadt unterwegs, nicht zuletzt wenn sie Elternbriefe für den Kinderschutzbund verteilt.Mattigkeit organisiert das beliebte Seniorenfrühstück., das weiterhin an jedem zweiten Mittwoch im Monat stattfinden soll. Sorgen bereiten zurzeit die gestiegenen Preise für Kaffee und Brötchen, die möglichst nicht an die Senioren weitergegeben werden sollen. Doch Defizite darf es durch die Treffen im Gutshaus nicht geben. So wird noch nach Lösungen gesucht.

Sprechstunden geplant

Imka Ruesch kümmert sich unter anderem darum, dass die Informationen über Vorhaben der Senioren AG bekannt werden. Sie hat etliche Ideen entwickelt. So plant sie, einen Briefkasten einzurichten, in den Anregungen und Wünsche eingeworfen werden können. Sprechstunden und öffentliche Vorstandssitzungen sollen zudem dazu beitragen, mit den Glindern ins Gespräch zu kommen. Über Informationsveranstaltungen wird nachgedacht, aber auch eine Weihnachtsfeier für Senioren geplant als Ersatz für die sonst übliche Feier der Stadt, die in diesem Jahr ausfallen soll, so Ruesch.

Imka Ruesch war Verwaltungsfachangestellte in Hamburg, hat dort im Sozialamt gearbeitet. Sie ist ehrenamtliche Betreuerin für ihre Mutter, die in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke lebt. Auch dort engagiert sich die Glinderin und erfährt dabei von Problemen der Bewohner und Betreuer. „Es ist wichtig, dass man sich für jene engagiert, die Unterstützung brauchen“, ist sie überzeugt. Wer die Arbeit für die älteren Glinder unterstützen möchte, bekommt Infos beim Amt für Bürgerservice, Sachgebiet Soziales, Kinder, Jugend und Senioren, Tel. 710 02 222, sowie per E-Mail an Seniorenarbeitsgruppe.stadtglinde@web.de und bei Imka Ruesch unter Tel. 0162 201 40 63.

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