29. Dezember 2021
Glinde

Vorbereitungen für mehr Wohnungen

Bauleitplanung für verdichtete Bebauung

Auf den großen Rasenflächen möchte die Wohnungsbaugesellschaft zusätzliche Mietshäuser erreichten
Foto: Schult

GLINDE Im Wohngebiet am Weißdornweg soll mehr Wohnraum entstehen. Dazu möchte die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia zusätzliche Gebäude errichten. Dafür muss der Bebauungsplan geändert, damit auf den großen Rasenflächen gebaut werden kann. Verbunden mit den Neubauten plant die Vonovia eine Umgestaltung und Modernisierung der Außenbereiche.

Vorgesehen ist der Bau von sechs neuen Gebäuden mit insgesamt 113 zusätzlichen Wohneinheiten , davon 30 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen. Alle neuen Gebäude sollen viergeschossig werden mit jeweils 16 bis 22 Wohnungen. Im Quartier werden außerdem 391 Stellplätze errichtet, was einen Stellplatzschlüssel von einem Stellplatz pro Wohnung entspricht. Das Vorhaben stößt bei Glindes Politik auf einige Skepsis. Den Sozialdemokraten ist unter der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen, und damit solcher mit günstigeren Mieten, zu gering. Doch bei der letzten Sitzung der Stadtvertretung vor dem Jahreswechsel stimmt eine Mehrheit dem Aufstellungsbeschluss für die Planänderung zu.

Zusätzlicher Wohnraum soll auch in der Ortsmitte entstehen. Das sehen Pläne der Eigentümer der Gebäude Mühlenstraße 1 und 5 vor. Auch für dieses Vorhaben ist eine Planänderung erforderlich, denn bisher sind im unteren Bereich des Gebäudekomplexes, in dem sich unter anderem die Haspa-Filiale befindet, nur Geschäfte und Praxen zugelassen. Die Eigentümer gehen jedoch davon aus, dass weniger Ladenfläche und mehr Wohnungen benötigt werden. Da soll bei der Erneuerung und Vergrößerung der Gebäude berücksichtigt werden.

Auch dieses Vorhaben war bei der Politik nicht auf ungeteilte Begeisterung gestoßen. Diskussionen gab es über eine zusätzliche Einfahrt auf die Möllner Landstraße. Abbieger könnten Verkehrschaos verursachen ist eine Befürchtung. Peter Michael Geierhaas (SPD) wies zudem darauf hin, dass zusätzlich zu der Eiche vor der Haspa-Filiale auch Bäume im hinteren Bereich des Grundstücks schützenswert seinen. Trotz der Einwände fand sich jetzt eine Mehrheit in der Stadtvertretung dafür mit der Planung zu beginnen.

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