24. Februar 2021
Glinde

Südstormarn drohen lange Staus

Der Kreis Stormarn lässt die Kreisstraße 80 ab 3. Mai sanieren

Der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Habersaat auf der Brücke über der K 80 Foto: PT

Der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Habersaat auf der Brücke über der K 80 Foto: PT

GLINDE/REINBEK Ab 3. Mai wird es im Raum Südstormarn eng – zumindest zeitweise. Der Kreis Stormarn lässt die Kreisstraße 80 zwischen Glinde und Reinbek sanieren. Auf einer Länge von insgesamt 3,7 Kilometern soll die stark befahrene Verkehrsachse auf der gesamten Breite von Grund auf erneuert werden, wie das Land Schleswig-Holstein auf eine kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Martin Habersaat aus Reinbek mitteilt. Die Bauarbeiten, die im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) ausgeführt werden, dauern voraussichtlich bis Mitte Oktober.

Das Problem: Für dieses Projekt wird die Kreisstraße 80 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Reinbek und der Hamburger Straße in Reinbek komplett gesperrt. Der gesamte motorisierte Verkehr muss deshalb weiträumig umgeleitet werden, und zwar weitestgehend auf der Landesstraße 222 über Schönningstedt, Neuschönningstedt und Stemwarde.

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gelehrt, dass es auf den Umleitungsstrecken vor allem in den Hauptverkehrszeiten morgens und in den Abendstunden in den betroffenen Ortschaften und Stadtteilen zu chaotischen Straßenverhältnissen kommen kann. Denn vor den Ampelanlagen etwa in Stemwarde bilden sich aufgrund des hohen Fahrzeugaufkommens lange Schlangen, die sich in den Stoßzeiten bis auf die Autobahn zurückstauen.
Der Kreis Stormarn teilte inzwischen mit, dass die Schaltintervalle der Ampelanlagen an den Knotenpunkten auf den Umleitungsstrecken angepasst werden sollen, um den Verkehrsfluss während der Bauarbeiten an der K 80 zu verbessern.

Die in weiten Teilen stark beschädigte Fahrbahn der Kreisstraße soll komplett erneuert werden. Dazu wird nach Mitteilung des Kreises Stormarn zunächst die Asphaltschicht in einer Stärke von 20 Zentimetern abgefräst. Anschließend werden neue Binde-, Trag- und Deckschichten aufgebracht. Zeitgleich werden Betonschäden an der Brücke K 80/Oher Weg ausgebessert. Größere Risse im Fahrbahnbelag sowie Gehwegschäden werden beseitigt.

Die Kosten für die Sanierung der Kreisstraße werden sich nach bisherigen Schätzungen auf rund 3,8 Millionen Euro belaufen. Davon entfallen nach Angaben aus der Kreisverwaltung rund 2,3 Millionen Euro auf den Kreis Stormarn. Der Rest kommt nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz aus Landesmitteln.

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