11. Januar 2023
Glinde

Start ins Jahr mit Gewinnerinnen

Neujahrsempfang: Wieder persönliche Begegnungen

Freuen sich über die gelungene Verlosung: Bürgervorsteher Martin Radtke, Tanja Woitaschek, Organisatorin des Neujahrskonzerts, Gabriele Voss, Bürgermeister Rainhard Zug und Brigitte von Wichert (v.l.) Foto: Schult

GLINDE   Es war so etwas wie ein Neuanfang, der Neujahrsempfang in Glinde. Denn es ist immerhin drei Jahre her, dass Bürgervorsteher Martin Radtke und Bürgermeister Rainhard Zug die Bürger zuletzt persönlich begrüßen konnten. Rund 150 Besucherinnen und Besucher fanden sich dazu ein, genossen die Begegnungen mit Gelegenheit zum Austausch.

Für zwei Glinderinnen hat sich der Besuch besonders gelohnt, denn sie haben gewonnen. Als Besonderheit hatte die Verwaltung eine Verlosung organisiert. Zwei mal zwei Karten für das Neujahrskonzert am kommenden Wochenende waren die Preise. Sie waren unter den Besucherstühlen versteckt, was Bürgervorsteher und Bürgermeister aber erst zum Ende der Veranstaltung verrieten. Da kam das Publikum in Bewegung, wollten doch alle erkunden, ob sie auf dem passenden Stuhl Platz genommen hatten. Gabriele Voss und Brigitte von Wichert wurden fündig und freuten sich sehr. Beide hatten noch keine Karten für das Konzert. Eintrittskarten für diese Veranstaltung gab es auch für Julius und Raphael Stein, die den Neujahrempfang musikalisch umrahmt hatten.

Ein Rückblick auf wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres ebenso wie ein Ausblick auf wichtige Themen in der Stadt für 2023 durfte nicht fehlen. Das übernahm Bürgervorsteher Radtke. „Zwei Entscheidungen müssen 2023 endlich fallen“, betonte er. Es sind Themen, um die bei Bürgern und Politik noch gestritten wird. Dazu gehört die Frage, was aus der denkmalgeschützten doch langsam verfallenden Suck‘schen Kate werden soll. Radtke macht drei Positionen aus: sofort abreißen, kaufen und um jeden Preis erhalten oder erst ein Konzept erstellen und einen Investor suchen. Zudem, so der Bürgervorsteher, werde noch darüber diskutiert, ob statt der Stadtvertretung die Bürger mit einer Befragung entscheiden sollen.

Über den künftigen Standort der Sportanlagen ist ebenso zu entscheiden. Investoren wollen das jetzige Sportgelände bebauen und dafür neue Sportanlagen im Nordosten beim ehemaligen Deponiegelände schaffen. Doch es gibt Bedenken, ob die Deponie tatsächlich so harmlos ist, wie zwei Sachverständigengutachten aussagten.

Schließlich mahnte der Bürgervorsteher noch die weitere Beschäftigung mit einem „dunklen Kapitel“ der Geschichte an, der Bewertung, ob Sönke Nissen, dessen Namen unter anderem eine Schule und eine Straße tragen, dieser Ehrung tatsächlich würdig war. „Die Aufarbeitung muss weitergehen, denn wir können es uns nicht leisten, das Thema im Sande verlaufen zu lassen“, forderte Radtke.

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