2. Juni 2021
Glinde

Stadt Glinde macht sich fürs Klima stark

Künftig soll auf Tropenhölzer verzichtet werden

Glindes Klimaschutzmanagerin Lisa Schill freut sich über die Mitgliedschaft im Klima-Bündnis Foto: Stadt Glinde

GLINDE Das Klima ist essenziell für die Entfaltung der Natur und das Leben. Sein Schutz ist und bleibt eines der prägnantesten Themen unserer Zeit. Seit wenigen Tagen ist nach Glindes Beitritt nun das gesamte Mittelzentrum Mitglied im sogenannten Klima-Bündnis.

Ziel der Kommunen ist es, die CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent herunterzuschrauben. Im Jahr 2030 soll die Pro-Kopf-Emission im Vergleich zu 1990 somit halbiert werden. Außerdem sollen die Emissionen langfristig auf 2,5 Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf eingespart werden. Erreicht werden sollen diese ambitionierten Ziele durch Energieeinsparung, Energieeffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien und die Förderung von Klimagerechtigkeit in Partnerschaft mit indigenen Völkern durch Unterstützung ihrer Initiativen, Bildungsarbeit und den Verzicht auf Tropenholz aus Raubbau. „Dabei wird Fairness großgeschrieben, indem das Wohlergehen aller Menschen im Einklang mit der Natur gefördert wird“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Glinder Rathaus.

„Es braucht individuelle Lösungen und Maßnahmen. Außerdem verpflichtet sich Glinde bei den öffentlichen Ausschreibungen Tropenholz auszuschließen und auf FSC-zertifizierte Hölzer zu setzen.“ Zudem soll in Sachen Energie- und Warenbeschaffung die Regionalität in Zukunft in den Fokus gerückt werden.

Mit mehr als 1800 Mitgliedskommunen in 27 europäischen Staaten ist das Klima-Bündnis das weltweite größte Städtenetzwerk für den Klimaschutz und die Klimagerechtigkeit. Das Klima-Bündnis versteht den Klimawandel als eine globale Herausforderung, die lokale Lösungen erfordert und verbindet daher kommunale Maßnahmen in Europa mit indigenen Völkern des Amazonasbeckens. Europäische Kommunen betreiben Klimaschutz mit erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparungen. Für indigene Gemeinden steht der Schutz ihrer Wälder und ihrer territorialen Rechte im Vordergrund.

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