4. Mai 2022
Glinde

Sicherheitsmängel im Feuerwehrhaus

Geringe Wartung und Diskussion über Abhilfe

Unklar ist, wer für die Instandhaltung des Feuerwehrhauses verantwortlich sein soll
Foto: Schult

GLINDE Im Glinder Feuerwehrhaus liegt vieles im Argen. Es gibt eine lange Liste von Mängeln, die seit geraumer Zeit nicht abgestellt wurden. Das wurde den Politikern kürzlich vor Augen geführt, als sie zu einer Ortsbesichtigung im Haus waren.

Dazu gehören vermeintliche Kleinigkeiten wie Seifen- und Handtuchspender, die nicht aufgefüllt werden, aber auch absolut Sicherheitsrelevantes, wie eine nicht funktionierende Notbeleuchtung und die fehlende Stromversorgung für den Notfall. Das Gebäude, das der Stadt gehört, soll vom Hausmeister, der dem Rathaus zugeordnet ist, mit betreut werden. Das scheint allerdings nicht gut zu funktionieren, gestand Bürgermeister Rainhard Zug während der Sitzung des Hauptausschusses. So begrüße er, dass die SPD einen Antrag dazu eingebracht hatte. Sie schlägt vor, einen Hausmeister für das Feuerwehrhaus einzustellen, der über besondere technische Kenntnisse und Verständnis für das Objekt verfügt. Eine Idee, die von den anderen Fraktionen zwar nicht grundsätzlich abgelehnt, aber auch nicht ohne Widerspruch geteilt wurde. „Die Absicht ist zu begrüßen“, erklärte Dr. Rainer Neumann (CDU). „Ich frage mich nur, ob ein normaler Hausmeister oder eine Hausmeisterin damit überfordert sind.“ Die Vorstellung seiner Fraktion sei, ein Budget einzurichten, mit dem die Wehr die Reparaturen selbst in Auftrag geben kann. Aktuell kann Wehrführer Michael Weidemann nur über Ausgaben verfügen, die 500 Euro nicht übersteigen.

Die Instandhaltung im Glinder Feuerwehrhaus selbst in die Hand zu nehmen, damit könnte sich der Wehrführer durchaus auch anfreunden. „Wir könnten das leisten und zwar viel schneller als es jetzt geschieht“, sagt er. Er fordert zudem, dass Wartungsverträge für etliche Anlagen wie die Notbeleuchtung abgeschlossen werden. Weil die nicht funktioniert, brenne seit mehr als einem Jahr im Sanitärraum der Herren durchgehend das Licht.

Punkt steht im Juni auf der Tagesordnung

Noch ist offen, wie künftig für eine bessere Pflege und Instandhaltung des Gebäudes gesorgt wird. Bevor darüber entschieden wird, sollen im Mai die zuständigen Amtsleiter ihre Vorstellungen darlegen, bei der Sitzung im Juni soll dann darüber entschieden werden, ob neues Personal, im Gespräch ist auch eine Feuerwehrfachkraft, eingestellt wird.

Auf jeden Fall, so versprach der Bürgermeister, sollten die Mängel im Feuerwehrhaus in der ersten Hälfte dieses Jahres behoben werden. Entschieden ist dagegen bereits, dass ein zweiter Vorschlag der SPD, einen Feuerwehrbeirat einzurichten, nicht umgesetzt wird. Die große Mehrheit der Sitzungsteilnehmer hielt das für unnötig. Feuerwehrangelegenheiten können auch weiterhin im Hauptausschuss beraten werden, bei Bedarf auch im nichtöffentlichen Teil der Sitzung.

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