11. Mai 2022
Glinde

Schülerfirma recycelt gebrauchte Computer

Gymnasiasten haben schon die nächste Idee

Schüler Florian Asmussen zeigt die Geräte, an denen gerade gearbeitet wird Foto: Schult

GLINDE Ausrangierte Computer müssen nicht weggeworfen werden. Oft lassen sie sich mit etwas technischem Knowhow recyclen. Das dachten sich einige Schüler am Gymnasium Glinde und entwickelten kurzerhand ein umweltfreundliches Geschäftsmodell.

Nachdem im Herbst vergangenen Jahres die digitale Technik im Schulzentrum erneuert wurde, blieben etliche Geräte übrig. Diese durften die Schüler übernehmen. Sie haben eine Firma namens Glintory gegründet, die sich um die ausrangierten PCs der Schule kümmert. Die Junior-Schülerfirma wird als Arbeitsgruppe im Gymnasium angeboten. Die Jugendlichen lernen, wie ein Unternehmen funktioniert und entwickeln ein Geschäftsmodell. Die Junior-Projekte werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Umwelt, das Institut der deutschen Wirtschaft, sowie weitere Verbände und Firmen gefördert.

„Wir haben durch das Programm gelernt, was zu beachten ist“, berichtet Florian Asmussen, in der Schülerfirma Leiter des technischen Bereichs. „Es macht Spaß“, sagt er, „die Technik hat mich schon vorher interessiert.“ Sechs Mitarbeiter hat die Technik, die sich der Herausforderung stellt, die alten Geräte zu reparieren und mit einem aktuellen Betriebssystem auszustatten. Für knifflige Fälle haben sie sich der Unterstützung durch einen ehemaligen Schüler versichert, der im Informatikbereich arbeitet. Das klappt offenbar sehr gut. Außer ein paar Netzteilen musste noch keine Hardware dazugekauft werden. So ist es möglich, die Geräte sehr preiswert abzugeben. Zwischen 100 und 150 Euro kostet ein vollständiges Set. Bei den Preisen haben sich die Schüler an Angeboten im Internet orientiert. „Wir sind aber etwas günstiger“, sagt Florian Asmussen. So könnten auch Schüler, die nicht viel Geld ausgeben können, zu einem Computer kommen. Einige haben das bereits genutzt. Zusätzlich zu einem dreiköpfigen Firmenvorstand kümmern sich zehn Mitarbeiter um Marketing und Buchhaltung.

Zweites Standbein

Sie organisieren auch das zweite Standbein der Schülerfirma, den Verkauf von Pullovern mit einem Design, das die Jugendlichen selbst entwickelt haben. Dafür wurden Bestellungen aufgenommen, um nicht zu viele Kleidungsstücke herstellen zu lassen. „Vor allem bei jüngeren Schüler besteht Interesse an den Pullovern“, so Asmussen.

Die Schülerfirma, die noch bis zum Ende des Schuljahrs besteht, hat selbstverständlich auch eine eigene Website. Sie ist unter https://mystudentcompany.com/iw-junior/company/glintory zu finden.

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