4. Januar 2023
Glinde

Schüler packten Spendenpakete

Große Hilfsaktion der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld für die Ukrainer

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 13 b mit fertigen Paketen Foto: Schult

GLINDE Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 a, 11 a und 13 b der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld nutzten ihren letzten Schultag des vergangenen Jahres, um mitgebrachte und an der Schule gesammelte Spenden für Menschen in der Ukraine zu sortieren, zu verpacken und zu verladen.

Auf den Tischen, an denen sonst gebüffelt wird, stapeln sich Konservendosen, Nudelpakete, Mehltüten, Windelpäckchen, Hygieneprodukte und vieles mehr. Es herrscht geschäftiges Treiben. Paketband wird herumgereicht, Pappkisten werden vermessen, Aufkleber zurechtgeschnitten. Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld haben Sachspenden für Menschen in der Ukraine gesammelt und sind nun damit beschäftigt, sie zu sortieren und zu verpacken.

„Sollen wir alle Nudeln in ein Paket packen oder sollen wir die Spenden in den Paketen mischen?“ fragt Emily S. Es wird diskutiert: Wie wird die Situation der Empfänger sein? Gibt es eine zentrale Sammelstelle, von der aus die Spenden verteilt werden? Werden die Pakete direkt an die Empfänger ausgeliefert? Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich schließlich für gemischte Pakte für den Fall, dass diese direkt an Familien ausgegeben werden. Auf extra vorbereiteten mehrsprachigen Aufklebern kreuzen sie an, was das jeweilige Paket enthält und hoffen, dass es so zielgenauer zugestellt werden kann. Schließlich tragen sie die verpackten Spenden zu den Autos der Lehrkräfte, die diese dann zu einer DHL-Paketstation fahren werden.

Es sollte eine schöne gemeinsame Unternehmung sein, die den letzten Schultag vor Weihnachten am 22. Dezember prägen sollte. Da erfuhren die Schülerinnen und Schüler durch ihre Klassenlehrkräfte Sarah Jensen-Peters, Eileen Ehrenfeld, Kathrina Walter, Friederike Hinkelmann, Alke Eysholdt und Dr. Tilmann Eysholdt von dem Angebot des Paketdienstes DHL, Pakete an die ukrainische Grenze zu befördern. Hier werden sie dann der ukrainischen Post zur Weiterbeförderung übergeben. Die Entscheidung für die kleine Spendenaktion fiel dann schnell.

Dr. Eysholdt erklärt sich dies so: „Ich denke schon, dass die Vorstellung, Weihnachten im Krieg zu verbringen, vielleicht ohne Strom und ohne Heizung bei Minusgraden, viele Schülerinnen und Schüler bewegt. Das Bedürfnis ist da, etwas zu tun, um das Leid der Betroffenen zu lindern, auch, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wir sind eine Schule mit Schülern, die aus den verschiedensten Ländern stammen, auch aus Russland und aus der Ukraine. Es wäre falsch, diese Aktion als politisches Signal zu verstehen. Es handelt sich hier vor allem um Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen, die durch den Krieg in Not geraten, und ein kleines Zeichen der Nächstenliebe zu Weihnachten.“

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