27. Oktober 2022
Glinde

Notstand am Glinder Mühlenteich beheben

Petition für eine Toilette bei der Mühle gestartet

Toilette

Gerald und Sylvia Görn entdecken hinter dem Anglerhaus immer wieder Hinterlassenschaften von Menschen, die keine Toilette gefunden haben Foto: Schult

GLINDE Bürger können sich mit ihren Anliegen über das Petitionstool an Politik und Verwaltung wenden und zugleich um Unterstützung durch Mitbürger werben. Sylvia Görn hat davon Gebrauch gemacht: Sie setzt sich per Petition für eine öffentliche Toilette im Bereich der Glinder Mühle ein. Noch ist die Resonanz eher verhalten.

Für viele Spaziergänger heißt es dann: Ab in die Büsche. Auch die Terrasse hinter dem Anglerhaus und die Ecke am Eingang zum Biotop werden häufig genutzt. Das haben Sylvia und Gerald Görn beobachtet, die sich beim Anglerhaus oft um die Außenanlagen kümmern. Das sollte nicht so bleiben, haben sie beschlossen. Deshalb hat Sylvia Görn eine Online-Petition gestartet.

Sie setzt sich damit dafür ein, dass die Stadt ein öffentliches WC in dem Bereich von Teich und Kupfermühle errichtet. „Es muss doch eine Lösung geben“, ist Sylvia Görn überzeugt. Schließlich sei das ein Problem, das viele Menschen betrifft, denn Glindes Naherholungsgebiet sei ein Publikumsmagnet. „Das umliegende Waldgebiet und der rückwärtige Teil des Vereinshauses vom ASV Glinde dürfen nicht als Nottoilette dienen.“ Es sei eklig und sicher nicht umweltverträglich, wenn Papiertaschentücher, die zum Abwischen benutzt wurden, durch die Gegend fliegen.

Alternativen gibt es in der Nähe nicht, denn die Mühle ist meistens geschlossen. Sie habe mit ihrer Mutter unlängst bei einem solchen Fall bis zum Friedhof gehen müssen. Dass dort eine Toilette zu finden ist, wissen viele Spaziergänger aber offenbar nicht, oder der Weg ist für sie zu weit.

Leider hat die Online-Petition auf der Webseite der Stadt bisher wenig Unterstützer gefunden. So ging es auch weiteren Anliegen, die über das neue Angebot im Internet vorgebracht wurden. Dabei geht es um mehr Grün in der Stadt und um die Sanierung des Spielplatzes an der Straße Groothegen.

Seit Anfang August besteht die Möglichkeit für die Glinder, ihre Anliegen auf diesem Weg Politik und Verwaltung vorzutragen und gleichzeitig damit für Unterstützung durch ihre Mitbürger zu werben. Jeweils acht Wochen können alle per Internet ihr Zustimmung erklären. Leider gibt es bisher nur wenig Resonanz.

Sylvia Görn hofft, dass ihre Petition mehr Aufmerksamkeit erhält. Immerhin werden 420 Unterstützer benötigt, damit sich die städtischen Gremien mit den Anliegen beschäftigen müssen.

https://www.glinde.de/rathaus-politik/politik/petitionen

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