22. Dezember 2021
Glinde

Gibt es dieses Jahr weiße Weihnachten?

Metoerologe gibt weißer Pracht Mini-Chance

Leise rieselt der Schnee, heißt es im viel gehörten Weihnachtslied - ob dieses Ideal 2021 Wirklichkeit werden kann, wird sich am Freitag zeigen, denn dann ist Heiligabend
Symbolfoto: GettyImages

stormarn Auch bei den eingefleischtesten Sonnenanbetern gibt es häufig ein paar Tage im Jahr, an denen Schnee idealerweise dazugehört: Weihnachten. Allerdings sind weiß gezuckerte Straßen und Hausdächer rund ums Heilige Fest in unseren Breitengraden eher selten.

Der Meteorologe Fabian Ruhnau hat die vergangenen 68 Jahre in den Blick genommen und errechnet, wie häufig es in dieser Zeitspanne in den Städten Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt am Main und München weiße Weihnachten gab. Das Ergebnis für Hamburg: Insgesamt 12 Mal durften sich die Hanseaten und Bewohner der Metropolregion am ersten Weihnachtstag über eine geschlossene Schneedecke von einem Zentimeter oder mehr freuen. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, gibt einen interessanten Ausblick auf das diesjährige Fest: „In diesem Jahr werden Grillpartys im Garten zwar auch möglich sein, im Vergleich zu vielen Vorjahren sollte man das T-Shirt aber wohl besser gegen eine dicke Winterjacke tauschen. Pünktlich zum Fest stehen die Zeichen nämlich auf zapfig kalt.“ Ein Hoch über Nordwesteuropa saugt in der Vorweihnachtswoche immer kältere Luft an. Dabei gehen die Temperaturen Stück für Stück zurück und im Verlauf der Woche ist regional sogar Dauerforst möglich. Alles in allem keine so schlechten Voraussetzungen, um den Traum von weißer Weihnacht aufrechtzuerhalten. Aber: „So kalt die sich einstellende Wetterlage auch sein mag, so ungünstig ist diese für Schnee. Denn das Hoch saugt nicht nur kalte Luft an, sondern auch ziemlich trockene. Für Schnee ist dies eine denkbar schlechte Voraussetzung“, so Goldhausen. „Unterm Strich kann man sagen, dass das traditionelle Weihnachtstauwetter in diesem Jahr wahrscheinlich ausfällt. Nicht wegen einer vorfrühlingshaft milden Westdüse, sondern weil es schlichtweg nichts zum Tauen gibt.“

Hoffnung stirbt zuletzt

Den Traum von einer weißen Winterlandschaft zum Fest müssen wir aber dennoch noch nicht aufgeben. „Das Hoch hat eine Schwachstelle. Pünktlich zum Fest könnten atlantische Tiefs diese dann auch nutzen und auf einer recht südlichen Zugbahn in Richtung Europa vorstoßen. Dann wäre das typische Weihnachtstauwetter zwar nicht weit, allerdings könnte bei einer solchen Wetterlage die Kaltluft auch gut dagegenhalten und zumindest regional für kräftige Schneefälle sorgen“, so der Meteorologe.

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