6. Juli 2022
Glinde

„Das größte Projekt, das wir je hatten“

Bis zu 30 Millionen Euro für das Schulzentrum

Der Umbau des Nawi-Bereichs im Schulzentrum Glinde schreitet bereits voran Fotos: Stadt Glinde

GLINDE   Das teuerste Sanierungsprojekt, das es in der Stadt bisher gab, wird vorbereitet. Es geht um das Schulzentrum. Schadstoffe müssen beseitigt werden, eine neue Mensa gebaut und die übrigen Räume zeitgemäß gestaltet werden. 20 bis 30 Millionen Euro, so die Schätzung der Verwaltung, müssen dafür investiert werden.

„Es ist das größte Projekt, das wir je hatten“, sagt Bürgermeister Rainhard Zug. Es ist zudem ein Vorhaben, bei dem sich bereits die Planung über viele Jahre erstrecken wird. In diesem Jahr soll eine Vorhabenplanung in Auftrag gegeben werden. Damit wird unter anderem festgestellt werden, ob sich das Bauvorhaben in einem Guss durchführen lässt, erklärt Bauamtsleiterin Fruzsina Ascherl. Statt wie zunächst gedacht erst die Mensa zu errichten und sie als provisorischen Unterrichtsraum zu nutzen während das restliche Gebäude abschnittweise saniert wird, könnte in Containerklassen unterrichtet werden. Wenn sich die Idee umsetzen lässt, würden die Arbeiten erheblich schneller vonstatten gehen.

Baustart wohl erst 2026

Das Bauamt geht davon aus, dass im kommenden Jahr die Raumplanung gemeinsam mit den Schulen erfolgt, der sich in 2024 eine europaweite Ausschreibung für Architekten anschließt. Weitere Planungen und Ausschreibung der Arbeiten werden ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen, so dass mit dem Beginn der Arbeiten erst für 2026 gerechnet wird. Ob sich der Zeitplan so umsetzen lässt, ist noch offen. Denn schon bei der bereits begonnenen Neugestaltung des naturwissenschaftlichen Bereichs gibt es Verzögerungen. Für die Sanitär- und Elektroarbeiten gingen keine Angebote auf die Ausschreibung ein. So ist noch offen, wann das Gymnasium und die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule ihr gemeinsames naturwissenschaftliches Zentrum werden nutzen können. Angestrebt wird eine Fertigstellung im Herbst diesen Jahres.

Die Stadtverwaltung ist optimistisch. Die Bauarbeiten seien in den vergangenen Wochen gut vorangekommen, teilt sie mit. Inzwischen sind die ersten Trockenbauwände und eine Stahlbühne eingebaut worden. Damit sei die Struktur der sechs Meter hohen Räume erkennbar.

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