19. Mai 2022
Glinde

Blick in die Geschichte der Stadt

Neuer Arbeitskreis beim Heimat- und Bürgerverein will Ideen umsetzen

Verein

Der neue Geschichtskreis des Heimat- und Bürgervereins hat viel vor: Marion Böckel, Heinz Juhre, Wolf-Dieter Bode, Otto Ninnemann, Hans-Jürgen Heinbold, Ottfried Gehrken und Hans-Peter Busch (v.l.) Foto: Schult

GLINDE Geschichte und Geschichten aus Glindes Vergangenheit sammeln und für alle zugänglich machen, das möchte ein neuer Arbeitskreis des Heimat- und Bürgervereins. Die Mitglieder wollen damit darstellen, dass Glinde mehr ist als eine Schlafstadt bei Hamburg und zudem die Ausstellung im Museum Kupfermühle bereichern.

„Über Glinde gibt es genug zu berichten“, ist Wolf-Dieter Bode überzeugt. Der Ehrenvorsitzende des Vereins hat die Gruppe ins Leben gerufen. Er hat Mitwirkende gefunden, die sich in der Stadt gut auskennen, wie den langjährigen ehemaligen Bürgermeister Hans-Peter Busch.

Es wurde auch bereits vieles erforscht und aufgeschrieben unter anderem von Marion Böckel und Heinz Juhre. „Doch man muss an vielen verschiedenen Stellen suchen“, sagt Juhre, der sich bereits intensiv mit der Ortsgeschichte beschäftigt hat und daher besonders gut weiß, wo man suchen muss. „Man muss eine Menge Zeit mitbringen, um das Vorhandene zusammenzutragen“, ergänzt Juhre. Doch es geht nicht allein darum, was bereits festgehalten wurde, sondern auch Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Darum wollen sich die Mitglieder des Arbeitskreises mit Zeitzeugen unterhalten und deren Erinnerungen festhalten.

Informationen bündeln

Texte und Bilder werden anschließend zusammengefasst und auf Stelen dargestellt, die die Ausstellung im Museum ergänzen sollen, so der Plan der Gruppe. Für die Säulen hat Otto Ninnemann schon ein Modell gebastelt. Zudem wird darüber nachgedacht, einen Flyer zu erstellen, den sich die Besucher mitnehmen können. Das soll nicht zuletzt ein Angebot für alle sein, die neu nach Glinde gezogen sind oder noch ziehen werden. Ein Blick in die Geschichte könne einen Eindruck vermitteln, in welcher Stadt sie wohnen. „Nicht jeder weiß, dass Glinde zu Stormarn gehört“, haben die Geschichtskenner bereits erfahren.

Dabei wollen sie schrittweise vorgehen, zunächst einen kurzen Abriss der Geschichte Stormarns erarbeiten, danach die Entwicklung Glindes beleuchten. Dabei sollen schließlich spezielle Themen erarbeitet werden, vom ehemaligen Gut und dem Gutshaus bis zur Geschäftswelt reichen erste Ideen. Sich an die Schulen zu wenden, um Projekte mit Schülern durchzuführen, ist eine weitere Idee. Zu Exponaten aus dem Museum Geschichte und Funktion zu erklären kann dabei eine Aufgabe sein. Die Heimatforscher aus dem Heimat- und Bürgerverein haben noch viele weitere Ideen. Sie würden sich über Unterstützung von Glindern freuen, die vom Leben und der Entwicklung in der Vergangenheit berichten können.

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