1. Dezember 2021
Glinder Zeitung

Für diesen Elfjährigen ist Action Programm

Henry Herzog ist Meister im Motorcross fahren

Je höher desto besser: Henry liebt die Stunts mit seiner Maschine Foto: Maraike Heinrich

Je höher desto besser: Henry liebt die Stunts mit seiner Maschine Foto: Maraike Heinrich

BARSBÜTTEL Die Leidenschaft zum Motocross fahren hat Henry Herzog (11) von seinem Vater geerbt. Mark Herzog (49) ist seit seinem dreizehnten Lebensjahr mit dem Motorrad auf unwegsamen Gelände unterwegs. Wie sein Sohn, brachte auch er bereits einige Preise mit nach Hause.

Henry Herzog (11) ist begeisterter Crossfahrer Foto: Heinrich
Henry Herzog (11) ist begeisterter Crossfahrer Foto: Heinrich

Henry war fünf Jahre alt, als er sein erstes Motorrad bekam. Das war der Start seiner noch jungen sportlichen Karriere im Motocross fahren. Im Oktober holte er nun im Alter von elf Jahren den Titel als Norddeutschen Meister in seiner Altersgruppe. Fünf Rennen musste er dazu bestreiten, um Gesamtsieger zu werden. In Mölln trat er in der Klasse der 65 ccm (Kubikzentimeter) – Maschinen an. „Das Schwierigste ist der Start“, erklärt Henry. Wenn rund 25 Fahrer gleichzeitig darum kämpfen, möglichst weit vorne auf die Runde zu gehen, wird es eng. „Das ist die gefährlichste Situation“, sagt seine Mutter Iris (49), die immer froh ist, wenn er dort gut weg kommt.

Das Motorradfahren soll Hobby bleiben

Iris Herzog hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass sich ihr Sohn mit dieser Sportart einem Risiko aussetzt. „Wenn er gut vom Start weggekommen ist, werde ich ruhiger“, sagt sie. Henry jedoch kennt keine Angst. „Ich bin schon mehrmals hingefallen, aber es ist zum Glück nie etwas passiert“, verrät der Schüler einer sechsten Klasse.

Beim Motocross rast er mit einer Geschwindigkeit bis zu 70 km/h über die 1,6 kilometerlange Strecke. Vor den Rennen geht er die Bahn erstmal ab, um sich besondere Herausforderungen und hohe Sprünge zu merken. Das Springen und Kurvenfahren gibt ihm den meisten Kick. Das braucht Kraft, die er sich beim Fitness holt.

Wenn Henry nicht Motocross fährt, holt er sein Dirtbike raus und springt mit diesem Spezialfahrrad über die Erdhügel auf der Dirtebikebahn in Barsbüttel oder er baut im Garten an seinem Holzhaus. Wenn es etwas entspannter werden soll, spielt er gern Geige. Einen Motorradführerschein möchte Henry wahrscheinlich nicht machen. Das sei ihm im Straßenverkehr viel zu gefährlich.

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