13. Oktober 2021
Glinder Zeitung

Feuerwehr kann nur Empfehlungen geben

Vorsorgekonzept für den Fall einer Katastrophe wie Starkregen oder Großfeuer notwendig

Die Feuerwehr ist bei Katastrophenlagen zu Stelle, aber nicht für den Katastrophenschutz verantwortlich Foto: Kuhlmann

Die Feuerwehr ist bei Katastrophenlagen zu Stelle, aber nicht für den Katastrophenschutz verantwortlich Foto: Kuhlmann

REINBEK Die Unwetterkatastrophe unter anderem im Ahrtal hat viele Gemeinden und Städte aufhorchen lassen. „Es ist denkbar, dass auch bei uns der Fall eintritt, dass 200 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen“, sagt Oliver Selke, Gemeindewehrführer in Reinbek.
Selke zeigte auf, wo des Öfteren Großschadenlagen vorkommen. Das geht über Hochwasser, Bombenfund bis hin zu Großfeuern. Er empfahl der Politik und der Verwaltung zu prüfen, wo die Gefahren liegen können. „Wir stecken gerade in der Analyse und schauen uns unterschiedliche Szenarien an“, sagt Jürgen Vogt-Zembol, Fachbereichsleiter Umwelt, Klimaschutz und innere Dienste in Reinbek. Dazu gehören auch verschiedene Wetterlagen, wie Starkregen, Stürme oder Trockenheit.
Im Ausschuss für Umwelt- und Verkehrsplanung hatte er zum Thema Katastrophenvorsorge referiert. „Die Feuerwehr kann im Voraus nur Empfehlungen aussprechen“, sagt er. Sie sei nicht für den Katastrophenschutz zuständig, die Vorsorge läge beim Land oder dem Kreis.
Für mögliche Einsätze sei die Feuerwehr in Reinbek schon jetzt gut ausgerüstet. „Vor allem die Aufklärung der Bevölkerung ist wichtig“, so Selke. Dazu gehöre die Sirenenwarntöne zu kennen, aber auch Apps wie beispielsweise die Nina-App zu nutzen, die dazu dient, der Bevölkerung Warnmeldungen zukommen zu lassen.

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