10. November 2021
Glinder Zeitung

Das sprengt alle Kalkulationen

Schulen erhalten mehr als vier Millionen Euro für nötige Erneuerungen

Die Küche der Mensa Wiesenfeld kann für längere Zeit nicht genutzt werden Foto: Schult

Die Küche der Mensa Wiesenfeld kann für längere Zeit nicht genutzt werden Foto: Schult

GLINDE Wenn man erst einmal anfängt umzubauen oder zu sanieren, wird es meist teurer als gedacht und dauert oft auch länger. So hatte die Stadtvertretung kürzlich gleich über zwei Nachforderungen zu entscheiden: die Erneuerung des naturwissenschaftlichen Bereichs im Schulzentrum Oher Weg und die Beseitigung des Wasserschadens in der Mensa im Schulzentrum Wiesenfeld.

Neue Biologieräume für das Gymnasium und die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule werden seit Langem geplant. Dabei wurde der Entwurf immer wieder überarbeitet, der Baubeginn verschoben, weil das Geld knapp war. Jetzt soll es endlich losgehen. Doch die Detailplanungen ergaben, dass die Kostenschätzungen aus dem vergangenem Jahr überschritten werden. Höhere Abbruchkosten und Mehraufwendungen für die Sanierung aber auch die gestiegenen Baukosten sowie weitere Faktoren tragen dazu bei, dass jetzt mit Gesamtkosten von fast 3,7 Millionen Euro für einen modernisierten, naturwissenschaftlichen Trakt gerechnet wird.

Bei einer ersten Planung im Jahr 2012 war man noch von einem kleineren Umbau für nicht ganz eine Million Euro ausgegangen, im vergangenen Jahr wurde mit 2,4 Millionen Euro gerechnet. Dennoch stimmten die Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter zu, die Kosten einzuplanen. Sie wollen sich dabei auch nicht auf kleine Einsparmöglichkeiten wie den Verzicht auf einen Umbau des Chemiebereichs einlassen.
Der Wasserschaden im Küchenbereich der Mensa Wiesenfeld, der im Juni entdeckt wurde, ist umfangreich. Ursache war ein nachträglich nicht sachgemäß eingebauter Kessel aus dem salzhaltiges Wasser in die Wand lief. Durchrostungen und Schimmel sind die Folge, ergaben die Untersuchungen. Auf eine halbe Million Euro werden die Kosten für die Sanierungen geschätzt, die voraussichtlich nicht wie ursprünglich gehofft im Sommer des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Das erforderliche Geld wird bewilligt, beschloss die Stadtvertretung. Wann die Sanierung beginnen kann, ist noch unklar. Geklärt ist jedoch inzwischen, dass die Leitungswasserversicherung nicht zahlen wird.

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