17. November 2021
Glinder Zeitung

Das Ringen um mehr Platz für Kita-Kinder

Parteien verheddern sich in Ideen und Warnungen

Torsten Dreyer fasst im Planungs- und Umweltausschuss alternative Standortvorschläge zusammen. Parallel soll die Ausschreibung für eine Kita-Aufstockung erfolgen Foto: Christa Möller

Torsten Dreyer fasst im Planungs- und Umweltausschuss alternative Standortvorschläge zusammen. Parallel soll die Ausschreibung für eine Kita-Aufstockung erfolgen Foto: Christa Möller

WENTORF Die CDU will die Kindertagesstätte Lütte Lüüd nun aus Platznot aufstocken. Die Fraktion Zukunft wittert eine Kindeswohlgefährdung.

Dass die Awo-Kindertagesstätte im Kinderzentrum an der Wohltorfer Straße bei laufendem Betrieb aufgestockt werden kann, ist laut der CDU-Fraktion möglich. Sie beantragte die Ausschreibung in Holzständerbauweise, wobei wesentliches Kriterium sein soll, wie lange die Kita über die dreiwöchige Schließzeit hinaus ihre Räume nicht nutzen könnte. Der Rohbau ließe sich voraussichtlich in drei Wochen errichten. Der Innenausbau könne während des laufenden Betriebes durchgeführt werden. Das aufgrund der Platznot Eile geboten ist, darüber herrscht Einigkeit – zumal die Schule im Sommer sechszügig wird und die Offene Ganztagsschule dementsprechend ebenfalls noch mehr Platz braucht.

Ruhe für die Kleinsten

Die Verwaltung hatte einen Kita-Neubau auf dem Spielplatz am Petersilienberg vorgeschlagen, das jetzige Kita-Gebäude könnte dann von Schule und OGS genutzt werden. CDU, SPD und Grüne wollen jedoch den Spielplatz erhalten. Im Planungs- und Umweltausschuss wurden Standortalternativen für die Kita gesucht, das Thema soll parallel weiterverfolgt werden. Eine Kita-Erweiterung bei laufendem Betrieb sieht Simone Lummitsch, Fraktion Zukunft, bezüglich der Kindswohlgefährdung kritisch. Sie sei „sicher, dass die Awo uns einen Strich durch die Rechnung machen wird, weil das unzumutbar ist.“ Von Kindswohlgefährdung spricht dagegen Torsten Dreyer, Bündnis 90/Die Grünen, bezüglich der Spielplatzumnutzung. Kita-Leiterin Sabine Denß betont, Kinder seien sowohl auf Struktur und Ordnung als auch auf Erholungsphasen angewiesen. „Es muss sichergestellt sein, dass Krippenkinder schlafen können, sonst verlieren wir die Betriebserlaubnis.“ Die Heimaufsicht hatte indessen auf Anfrage der Verwaltung mitgeteilt, dass es keine Zustimmung zu einem Umbau bei laufendem Betrieb geben werde. Trotzdem beschlossen CDU und Bündnis 90/Die Grünen, dass der Bürgermeister die Aufstockung ausschreiben soll. Dagegen stimmten FDP und Fraktion Zukunft, die SPD enthielt sich der Stimme.

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