23. Juni 2022
Barsbüttel

Politiker brauchen die Hilfe vom Kreis

Schulwege in Barsbüttel sollen sicherer werden

Im Soltausredder gibt es gleich mehrere Gefahrenpunkte für Kinder
Foto: Kuhlmann

BARSBÜTTEL  Es soll schneller vorangehen mit der Sicherung der Schulwege. Darum haben die Schulelternbeiratsvorsitzenden Michael Schmidt (Kirsten Boie Grundschule), Daniela Kämmerer (Grundschule Willinghusen) und Fabian Preuß (Erich Kästner Gemeinschaftsschule) dazu wie berichtet eine Petition auf den Weg gebracht. Nun erklären die Vertreter der Fraktionen, dass sie das Thema nicht aus den Augen verloren haben. Auch ihnen dauert der Prozess zu lange, doch sie brauchen den Kreis Stormarn für die nächsten Schritte.

„Die Verkehrssituation im nördlichen Barsbüttel beschäftigt uns schon seit Jahren. Sowohl das Verkehrskonzept als auch die Vorschläge zur Schulwegesicherung liefern gute Impulse. Als Politik stehen wir nun in der Verantwortung, Maßnahmen auszuwählen und in die Umsetzung zu bringen. Wir verfolgen dabei die Idee, vor allem solche Wege zu verfolgen, die nicht an der einen Stelle Probleme lösen um dann an einer anderen Stelle Probleme schaffen. So erscheint uns als CDU beispielsweise eine bloße Verkehrsverlagerung von einer Straße in die andere wenig sinnvoll zu sein“, teilt Henry Schmidt, Fraktionsvorsitzender der CDU, zu der Problematik mit.

Viel Bürokratie

„Wir hatten den Kreis um eine Beratung hinsichtlich der Machbarkeit der Maßnahmen gebeten“, erklärt Herrmann Hanser, Fraktionsvorsitzender der SPD. Doch die Antwort habe nicht nur lange auf sich warten lassen, das Ergebnis sei enttäuschend gewesen. Eine Zuständigkeit für eine Beratung wurde abgelehnt, die Behörde sei nur für Fakten zuständig, soll es geheißen haben. „Ich kann nicht verstehen, dass der Kreis sich nicht engagiert hat“, so Hanser weiter. Die Mehrzahl der Maßnahmen, wie beispielsweise die geplante neue Beschilderung, sei nur mit der Verkehrsaufsicht möglich.
„Wir haben uns alle Ergebnisse aus dem Verkehrsgutachten und dem Konzept angesehen aber uns sind als Kommune allein die Hände gebunden“, betont auch der Fraktionsvorsitzende der Bürger für Barsbüttel (BfB) Rainer Eickenrodt. Die Mehrzahl der Maßnahmen müssen durch die Verkehrsaufsicht. So soll mit einer Beschilderung der Problematik der Elterntaxis zum Teil entgegengewirkt werden. Da der Kreis für eine Beratung nun nicht zur Verfügung stehe, werde der Bürgermeister jetzt konkrete Fragen formulieren. Eickenrodt hätte sich gefreut, wenn die Verfasser der Petition sich vorher über den aktuellen Stand bei den politischen Vertretern erkundigt hätten.

Auch Angela Tsagkalidis, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, hat Verständnis für den Schritt, wenngleich sie sich wünscht, dass die Bürger sich in politischen Gremien mehr über die Entscheidungsprozesse informieren würden oder dort Fragen stellen. „Darum sind die Sitzungen ja öffentlich“, sagt sie. Dennoch geht es auch ihr bei dem Thema zu langsam voran. 250 Stimmen von Barsbütteler Bürgern braucht die Petition, um in der Politik beraten zu werden, 348 Unterstützer gibt es bereits, davon 287 aus Barsbüttel. 250 Stimmen aus der Gemeinde sind für ein Quorum notwendig, um die Petition auf die Agenda in der Politik zu bringen.

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