3. November 2021
Glinder Zeitung

Barsbüttel wächst

Regionale Firmen investieren in Gewerbegebiet

Rainer Eickenrodt (BfB), Angela Tsagkalidis (Bündnis 90/Die Grünen), Bürgermeister Thomas Schreitmüller, Marion Meyer (SPD), WAS-Geschäftsführer Ulf Hahn und Volkmar Dietel (CDU) Foto: Schult

Rainer Eickenrodt (BfB), Angela Tsagkalidis (Bündnis 90/Die Grünen), Bürgermeister Thomas Schreitmüller, Marion Meyer (SPD), WAS-Geschäftsführer Ulf Hahn und Volkmar Dietel (CDU) Foto: Schult

BARSBÜTTEL Kaum erschlossen, ist es eigentlich schon zu klein, das neue Barsbütteler Gewerbegebiet. Das stellte Ulf Hahn, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) bei der Einweihungsfeier fest.

Die WAS hat die Erschließung und Vermarktung des Bereichs übernommen. Auf elf Hektar Fläche werden Grundstücke für Betriebe angeboten. Auf weiteren drei Hektar wird die Firma Möbel Höffner ihr Logistikzentrum erweitern. Auch die restlichen neuen Grundstücke sind weitgehend vergeben. Vier Unternehmer haben bereits gekauft, für den Rest gibt es Reservierungen, berichtete Hahn.

Rund 70 Prozent der Gewerbeflächen seien an Barsbütteler Unternehmen vergeben. Aus Sicht der Wirtschaftsförderer sei der Bereich viel zu klein. Doch noch mehr Gewerbeflächen für Barsbüttel wollte die Landesplanungsbehörde in Kiel nicht bewilligen. Mit dem neuen Gewerbegebiet hat Barsbüttel allerdings auch einen Teil seiner raren Grünflächen verloren, Zur Versiegelung der Landschaft wies Hahn darauf hin, dass inzwischen nicht mehr so gebaut werde wie vor 30 Jahren. „Wir sind zum Beispiel energetisch anders aufgestellt.“ Bürgermeister Thomas Schreitmüller betonte einen anderen Aspekt, die Gewerbesteuer. Die Einnahmen würden dringend benötigt, um zum Beispiel soziale Aufgaben wie die Kinderbetreuung auch weiterhin auf hohem Niveau zu gewährleisten. Um die Einnahmen zu sichern sei es nötig, erfolgreiche Unternehmen in der Gemeinde zu halten. Die konnten sich nun im neuen Gebiet seit langem gewünschte Erweiterungsflächen sichern.

Lange hatte es gedauert, bis der Bereich genutzt werden konnte. So musste nicht nur die Landesplanungsbehörde vom dringenden Bedarf überzeugt werden. Hinzu kamen langwierige Verhandlungen mit dem Unternehmen Möbel Höffner, denn nur über das Firmengelände war eine Zufahrt zu den neuen Gewerbeflächen möglich. Zehn Jahre vergingen von den ersten Planungen bis zu Verwirklichung, bei der nun auch zusätzliche Bauflächen für Höffner geschaffen werden.
„Wenn etwas so lange währt, wird es auch gut“, erklärte Schreitmüller. Die Vorbereitungen hätten viel Arbeit und Herzblut von den Mitarbeitern des Barsbütteler Bauamts gefordert und viel Geduld von der Politik, der er ebenfalls dafür dankte.

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