10. November 2021
Glinder Zeitung

Auszeichnung für gelebte Nachhaltigkeit

Urkunde „Kita 21“ für das Team der Kita Meessen

Kita-Leiterin Leiterin Claudia Gelzer und die beiden Erzieherinnen Nalan Metin und Tanja Repen freuen sich über die Auszeichnung „Kita 21“ (v.l.) Foto: Rutke

Kita-Leiterin Leiterin Claudia Gelzer und die beiden Erzieherinnen Nalan Metin und Tanja Repen freuen sich über die Auszeichnung „Kita 21“ (v.l.) Foto: Rutke

OSTSTEINBEK Nachhaltigkeit, Klimaschutz, gesunde Ernährung – all das sind Themen, die die Gesellschaft beschäftigen.

Schon die Jüngsten lernen, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und wie Nachhaltigkeit im Alltag funktionieren kann. In der Kita Meessen freuen sich Leiterin Claudia Gelzer und ihr Team jetzt über eine tolle Auszeichnung: Sie haben die Urkunde „Kita 21“ erhalten. Die Auszeichnung wird von der Bildungsinitiative Kita 21 für die Gestaltung von Bildungsarbeit zu zukunftsrelevanten Themen und Nachhaltigkeit in der Einrichtung vergeben.

Die beiden Erzieherinnen Tanja Repen und Nalan Metin haben sich in einer speziellen, dreitägigen Fortbildung mit dem Thema auseinander gesetzt. „Im Wesentlichen ging es darum, was es bedeutet, nachhaltig zu leben“, so Repen. „Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie wir den Kindern erklären, wie man am besten mit dem Thema umgeht“, sagt Claudia Glezer. „Uns war es wichtig zu sehen, dass es gut und richtig ist, so wie wir hier arbeiten. Wir haben festgestellt, dass wir gut aufgestellt sind hier bei uns in der Kita“, zieht sie Bilanz.

Bewusstsein entwickeln

Ihre beiden Mitarbeiterinnen haben den Schwerpunkt in Bezug auf Nachhaltigkeit auf das Thema Ernährung gelegt. „Wir haben Projekte mit den Kindern durchgeführt, zum Beispiel zum Thema Zucker in Lebensmitteln“, erklärt Nalan Metin. Die Großen aus dem Hort, die schon lesen können, haben vorgelesen, wie viel Zucker in den einzelnen Lebensmitteln steckt. Da war das Staunen manchmal groß, dass nicht nur der Schokoriegel viel Zucker enthält, sondern dass auch salzige Cracker nicht wirklich gesund sind. Schon die Jüngsten entwickeln so ein Bewusstsein dafür, was gesund ist und was nicht.

In der Kita Meessen wird viel für die gesunde Ernährung getan. Täglich wird hier vor Ort frisch gekocht, möglichst oft mit regionalen und saisonalen Produkten. Frisches Obst wird ebenfalls täglich angeboten. In eigenen Hochbeeten haben die Kinder Gemüse ausgesät, gepflegt und geerntet. Eine frisch aus der Erde gezogene Mohrrübe ist einfach lecker, wissen sie.

„Wichtig ist es, dass die Kinder lernen, nicht nur zu konsumieren, sondern auch Dinge zu hinterfragen“, erklärt Claudia Glezer. Wo wachsen eigentlich Bananen, wie und von wem werden sie geerntet und wie kommen sie zu uns nach Deutschland? „Die Kinder beginnen, nachzudenken und bitten die Eltern manchmal, doch lieber einen Apfel aus der Region zu kaufen“, weiß sie.

„In der Fortbildung haben wir viele Anregungen erhalten, die wir jetzt umsetzen wollen“, sagen die beiden engagierten Erzieherinnen, die viele Stunden Arbeit in das Projekt „Kita 21“ gesteckt haben. Das neue Hinweisschild dafür wird jetzt am Eingang der Kita Meessen seinen Platz bekommen.

Auch interessant