24. November 2021
Glinder Zeitung

Aschenputtel neu interpretiert

Kindertheater fand in der Pandemie clevere Lösungen für die Proben

In diesem Jahr zeigen die Schauspieler Aschenputtel als moderne Version Foto: Rutke

In diesem Jahr zeigen die Schauspieler Aschenputtel als moderne Version Foto: Rutke

OSTSTEINBEK Nach einer langen pandemiebedingten Pause freuen sich die 20 jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des Kindertheaters der Laienspielgruppe Oststeinbek im Alter von acht bis 20 Jahren, endlich wieder auf der Bühne zu stehen. In diesem Jahr haben sie Aschenputtel als Weihnachtsmärchen ausgesucht – allerdings in einer modernen Version von Ingo Sax.

„Seit August laufen die Proben, die Regie führt Anja Bänsch“, erklärt Hiltrud Wilken, langjährige Spielleiterin. Damit die Truppe nicht aus der Übung kam, gab es einmal monatlich einen Workshop. „Die Kinder wollten unbedingt wieder spielen“, freut sie sich. Weil es so viele schauspielbegeisterte Kinder und Jugendliche sind, brauchte die Gruppe ein Stück mit vielen Rollen. Da bot sich die Geschichte der Prinzessin mit dem goldene Schuh an. Für einige Szenen wie die Ballszene mussten Lösungen gefunden werden, damit zwischen den einzelnen Darstellern nicht zu viel Kontakt besteht. „Diese Szenen werden von Mitgliedern aus Familien gespielt“, so Wilken. Konzentriert und mit viel Begeisterung wird geprobt. Die farbenfrohen Kostüme stammen aus dem Fundus, Aschenputtels Schuh wird noch golden eingefärbt.

Nachfolger gesucht

Besonders schön ist, dass alle Kinder und Jugendlichen der Theatertruppe die Treue gehalten haben, sogar einen Neuzugang gibt es. „Ich in total zufrieden und die Kinder sind sehr kreativ“, freut sich Regisseurin Anja Bänsch. Manche Szenen werden aktiv von den kleinen Darstellern gestaltet. „Ich bin seit zwei Jahren dabei und habe mich gefreut, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Mia. Die Neunjährige gehört zu den jüngsten und spielt Janine, Baroness von Eckenstein, eine der Bewerberinnen, die den Prinz heiraten möchten.

Die schwierigen Monate in der Coronazeit hat die Schauspieltruppe gut überbrückt. „Als wir bei den Proben nicht sprechen durften, haben wir Pantomime gemacht“, erinnert sich Bänsch. Zu sehen ist Aschenputtel am Wochenende 27. und 28. November, jeweils um 15 Uhr und am Wochenende 11. und 12. Dezember, jeweils um 15 Uhr. Karten für zehn Euro gibt es im Bürgersaal Donnerstag von 17 bis 18 Uhr und Samstag von 11 bis 13 Uhr. Die Zukunft der Laienspielgruppe bleibt derweil ungewiss. Wird kein Nachfolger für den ersten Vorsitzenden Jogi Wegner gefunden, muss die Gruppe zum Ende des Jahres aufgelöst werden.

Infos rund um die Theatertruppe können unter www.laienspielgruppe-oststeinbek.de abgerufen werden

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