7. April 2021
Glinde

Ärger um Parkplätze am Glinder Markt

Unternehmer fordern Stellplätze für Mitarbeiter

Annika Bergmann und Felicitas Ullmann (v.l.) möchten Mitarbeiterparkplätze mieten, die Stadt hingegen beruft sich auf die ohnehin begrenzte Anzahl der vorhandenen Stellplätze Foto: Schult

Annika Bergmann und Felicitas Ullmann (v.l.) möchten Mitarbeiterparkplätze mieten, die Stadt hingegen beruft sich auf die ohnehin begrenzte Anzahl der vorhandenen Stellplätze Foto: Schult

GLINDE Wer am Glinder Markt parken möchte, muss meist nicht lange suchen. Fast immer sind noch viele Plätze frei. Nur die Parkscheibe darf man nicht vergessen und man muss den Platz rechtzeitig wieder verlassen. Für die Mitarbeiter etlicher Praxen und Betriebe am Markt ist das ein Problem.

Zum Beispiel für die Logopädiepraxis von Annika Bergmann. Ihre Mitarbeiterinnen haben schon etliche Strafzettel bezahlen müssen, denn die städtischen Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung machen ihre Arbeit sorgfältig und kontrollieren regelmäßig. Deshalb würde Annika Bergmann gerne Mitarbeiterparkplätze mieten. Die Logopädinnen sind auf ihre Autos angewiesen, um Patienten zu besuchen, die nicht in die Praxis kommen können.

Nicht nur in Glinde auch in der Umgebung sind Logopäden zu Hausbesuchen unterwegs. „Für uns sind die Langzeitparkplätze an der Sönke-Nissen-Allee oder der Avenue St. Sebastien keine gute Alternative“, erklärt Praxisleiterin Felicitas Ullmann. Die Plätze seien häufig belegt. Aber auch wenn dort ein Stellplatz gefunden wurde, sei der Fußweg von rund zehn Minuten zu lang. Das sei Zeit, die für die Behandlung der Patienten gebraucht werde. „Unsere Hilfe ist gefragt, wir arbeiten unter Zeitdruck.“ Annika Bergmann ergänzt: „Wegen des langen Wegs müssten wir Patienten ablehnen.“

Die jetzige Situation bedeute für sie, dass es schwer sei, Mitarbeiterinnen für die Praxis in Glinde zu gewinnen und zu halten. „Zwei Mitarbeiterparkplätze am Markt würden uns schon reichen“, betont sie. So etwas ist allerdings im Konzept der Stadt nicht vorgesehen. „Der Wunsch ist schon von mehreren Firmen an mich herangetragen worden“, sagt Bürgermeister Rainhard Zug. „Doch das machen wir grundsätzlich nicht.“ Dabei gehe es nicht um das Geld, sondern darum, dass nur eine berenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung stehe. Bei den Dauerparkplätzen sei zudem in der Regel etwas frei.

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