11. September 2021
Echo Wochenblatt

Wege in die Mobilität der Zukunft

Gemeinden suchen gemeinsam nach nachhaltigen Alternativen

Autonom fahrende Elektro-Kleinbusse wie „TaBuLa“ in Lauenburg könnten ein wichtiger Baustein sein für ein umweltschonendes MobilitätskonzeptFoto: Elke Richel

Autonom fahrende Elektro-Kleinbusse wie „TaBuLa“ in Lauenburg könnten ein wichtiger Baustein sein für ein umweltschonendes Mobilitätskonzept Foto: Elke Richel

SCHWARZENBEK/GEESTHACHT Mobilität und verkehrliche Erreichbarkeit sind wichtige Standortfaktoren für die Städte und Gemeinden und beeinflussen zunehmend die Lebensqualität. Deshalb hat Schwarzenbek gemeinsam mit der Aktivregion und Umlandgemeinden bereits 2019 den Startschuss für ein ortsübergreifendes, ganzheitliches Mobilitätskonzept gelegt, bei dem Aspekte wie Stadtbuslinie, Carsharing, Elektromobilität und Radwegekonzepte einfließen sollen.

„Allerdings hat uns die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wichtige Workshops sind ausgefallen“, so Bauamtsleiter Ralf Hinzmann. Die neue Klimaschutzmanagerin Nina Reimers will wieder Dynamik in den Prozess bringen, da Schwarzenbek sehr ehrgeizige Ziele hat. Bis zum Jahr 2030 sollen 33 Prozent des CO2-Ausstoßes gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 eingespart werden. Dafür ist eine Mobilitätswende ein wichtiger Baustein.

„Beim Klimaschutz spielt die Mobilität eine zentrale Rolle, so dass viele Kommunen das Thema in ihren Klimaschutzkonzepten verankert haben“, sagt Nina Reimers. Auch die Aktivregion Sachsenwald-Elbe hat das Thema aufgenommen, und beim Lübecker Verkehrsplanungsbüro „urbanus“ ein Konzept für nachhaltige Mobilität beauftragt. „Mobilitätsangebote zu schaffen, die gleichermaßen bürger- und umweltfreundlich sind, ist im ländlichen Raum eine Herausforderung, jedoch unverzichtbar, um den Klimaschutz durch eine zukunftsweisende Mobilität voranzutreiben“, so Nina Reimers.

Mit einer Befragung der Ämter, Städte und Gemeinden in der Aktivregion wurden in der ersten Projektphase derzeitige Aktivitäten und bestehende Mobilitätsangebote vor Ort sowie Interessenlagen und Handlungsschwerpunkte erfasst. Ergebnis: Viele Kommunen haben großes Interesse an einer zukunftsorientierten Mobilität und sind bereits aktiv. Der Ausbau der E-Mobilität oder die neue Bike-and-ride-Anlage der Stadt Schwarzenbek, sowie der autonome Busverkehr „TaBuLa“ in Lauenburg oder das gute Abschneiden der Stadt Geesthacht beim letzten Fahrradklimatest sind Beispiele und Vorbilder, die auch über die Aktivregion hinaus Aufmerksamkeit erzeugt haben.

Regionale Workshops

„Vielfach fehlt es an Fachwissen, schlüssigen Konzepten und Geld. In der zweiten Projektphase geht es jetzt um die Entwicklung von Strategien und konkreten Maßnahmen, wie die Mobilität in der Aktivregion nachhaltig und klimafreundlich gestaltet werden kann. Dazu finden in den nächsten Wochen Regionalworkshops statt, in denen alle Interessierten über die zukünftige Mobilität in ihrer Region diskutieren können. Der erste Workshop ist am Montag, 13. September, von 19 Uhr an in der Geesthachter Alfred-Nobel-Schule, Neuer Krug 37. Anmeldung: Tel. 04152/1 33 05. Ein weiterer ist am Mittwoch, 22. September, von 19 Uhr an in der Elmenhorster Mehrzweckhalle, Auf der Horst 9. Anmeldung unter Tel. 04151/88 11 84.

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