10. September 2022
Schwarzenbek

Vorfreude auf die Finkwarder Speeldeel

amtsrichterhaus lädt bis Jahresende zu Konzerten, Vorträgen und der Fakt-Ausstellung ein

Das Duo Akkovio sind Antje Lorenz (Akkordeon) und Diotima Micheel (Geige), zwei Lübecker Künst-lerinnen, die ihre Instrumente virtuos einsetzen Foto: Akkovio

SCHWARZENBEK Eigentlich hatte die Finkwarder Speeldeel schon im vergangenen Jahr zum Konzert in die Europastadt kommen wollen. „Meiner Kollegin Kerstin Thiel-Hertel ist es damals gelungen, die Gruppe für Schwarzenbek zu akquirieren“, sagt Vera Kohns von der Kulturabteilung der Stadt. Doch 2021 verhinderte die Corona-Pandemie den Auftritt in der Vorweihnachtszeit.

„Die Gruppe hat dann angeboten, dass sie den Auftritt gerne nachholen kann und wir haben das gerne angenommen“, so Kohns. Die Speeldeel kommt nun am Samstag, 17. Dezember, ins Amtsrichterhaus (Körnerplatz 10).

Insgesamt 16 Veranstaltungen umfasst das neue Halbjahresprogramm des Amtsrichterhauses, das noch von Thiel-Hertel und Kohns Vorgängerin Christine Uhde konzipiert wurde. Es begann bereits Ende August mit einem Nabu-Vortrag und einem Konzert des Lübecker Duos Akkovio.

Weitere Konzerte folgen mit dem Baben der Erde Quintett (10. September), fünf Musiker um Gitarrist und Namensgeber Alf Babendererde, die von der brasilianischen Jazzsängerin Valentina Coutinho begleitet werden. Sie spielen Jazz, Latin, Bossa, Bop und Swing.

Mario Di Leo ist gebürtiger Römer, dem die volkstümlichen Lieder seiner Heimat besonders am Herzen liegen. Der italienische Abend am 24. September, den er gemeinsam mit Tochter Stella (Gesang) und Sohn Luca (Gesang, Gitarre, Kontrabass und Trompete) gestaltet, bietet Tarantellas, Canzoni und Balladen von Kultmusikern wie Fabrizio De André oder Paolo Conte.

Fräulein Tüpfeltaubes Tagebuch heißt die Band um Sängerin und Flötistin Sarah Horneber, die am 1. Oktober ihr im Mai ausgefallenes Konzert nachholt und Pop mit Klassik, Jazz und Weltmusik verbindet.
Dirk Friedrich und Matthias Wiesenhütter (26. November) sind zwei Alltagspoeten aus Berlin, die mit Gitarre und Humor die Widrigkeiten des Lebens mit einem Augenzwinkern betrachten. Schüler der Kreismusikschule sind zudem am 18. September und 20. November jeweils um 15 Uhr zu zwei Sonntagskonzerten zu Gast.

Der Höhepunkt folgt dann am 17. Dezember: Über 100 Jahre alt ist die Finkwarder Speeldeel, die 1906 als Laienschauspielgruppe auf der Elbinsel Finkenwerder gegründet wurde. Heute ist die Folkloregruppe, deren Mitglieder den Buscherump, das Fischerhemd der Finkenwerder Fischer, und die Finkenwerder Sonntagstracht der Frauen tragen, ein kultureller Botschafter der Hansestadt. Beim Weihnachtskonzert erklingen plattdeutsche Klassiker, aber auch mehrstimmige Popfolklore-Arrangements.

Neu hinzugekommen ist die Fakt-Ausstellung: Am 12. und 13. November zeigen die Teilnehmer der therapeutischen Malgruppen des Vereins zur Förderung der ambulanten Krebstherapie jeweils von 14 bis 18 Uhr ihre Bilder. Hinzu kommen Vorträge zur Entwicklung der Stadt Schwarzenbek (27. Oktober), über den Advokaten Friedrich Sprewitz mit Ex-Archivar William Boehart (17. November), den Troja-Entdecker Heinrich Schliemann (8. Dezember) sowie ein plattdeutscher Nachmittag (18. Dezember).

Vorträge und Konzerte der Kreismusikschule sind kostenfrei. Die weiteren Konzerte beginnen alle um 19 Uhr und kosten 20 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse. Eine Reservierung unter 0 41 51/88 11 32 sowie per E-Mail an mail@amtsrichterhaus.de ist möglich

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