4. Juni 2021
Schwarzenbek

Schandflecke sollen verschwinden

Autohaus Schwarzenbek wird bald abgerissen. Interessent auch fürs EKZ

Das ehemalige Einkaufszentrum am Verbrüderungsring steht schon lange leer Fotos: Huhndorf

Das ehemalige Einkaufszentrum am Verbrüderungsring steht schon lange leer Fotos: Huhndorf

SCHWARZENBEK Sie waren einst Symbole des Aufbruchs, jetzt sind sie nur noch Ruinen: das Autohaus Schwarzenbek am Kreisel an der Möllner Straße und das ehemalige Einkaufszentrum am Verbrüderungsring.
Die Natur erobert sich die Flächen zurück, Randalierer haben die Gebäude beschmiert und Scheiben eingeschlagen. Anwohner beklagen sich über den schlechten Zustand, sprechen vom Schandfleck für die Stadt. Offensichtlich hat sich auch die Szene von Jugendlichen, die sich früher am Holzhaus an der Cesenaticostraße getroffen haben, auf das Gelände verlagert.
Beide Immobilien sind allein schon aufgrund des langen Leerstands und der schlechten Bausubstanz problematisch und können eigentlich nur noch abgerissen werden, wie Insider sagen. Aber es gibt Hoffnung auf eine Besserung der Situation. Schon seit mehreren Jahren interessiert sich der Discounter Penny für das Autohaus. Bislang sind aber alle Vorschläge für einen Supermarkt auf dem Gelände bei den Politikern gefloppt, weil die Parkplatzfrage ungelöst war.
Offenbar kommt nun aber Bewegung in die Sache. Bauamtsleiter Ralf Hinzmann sagte auf Anfrage, dass das Autohaus demnächst abgerissen und das Gelände geräumt werde. „Es gibt einen Investor“, ergänzt Bürgermeister Norbert Lütjens. Offenbar soll es eine kombinierte Nutzung von Einzelhandel und Wohnbebauung auf dem Areal, das auch den Werkstattbereich umfasst und vergleichsweise groß ist, geben. Penny hatte bereits vor einigen Jahren seinen nur wenige hundert Meter entfernten und mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter zu kleinen Markt an der Möllner Straße geschlossen.
Aber auch am Verbrüderungsring könnte sich etwas tun. Nach Informationen der Lauenburgischen Landeszeitung gibt es einen Interessenten für das Gelände. Das Einkaufszentrum selbst ist nicht zu retten. „Es ist energetisch nicht auf der Höhe der Zeit und wirtschaftlich nicht zu betreiben“, so Bauamtsleiter Hinzmann. „Die Beschwerden der Anwohner sind uns bekannt. Aber das Gelände gehört uns nicht. Solange keine Einsturzgefahr besteht, können wir nichts machen“, sagt Lütjens.

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