29. Mai 2021
Schwarzenbek

Kultursommer fast nur im Freien

Reihe will wieder aus dem digitalen Raum herauskommen

Naturkunst

Eröffnung des Kultursommers 2021 in Büchen auf der Streuobstwiese mit (v.l.) Kreispräsident Meinhard Füllner, Dr. Heinz Bohlmann (verdeckt), Kultursommer-Managerin Farina Klose, Intendant Frank Düwel, KSK-Vorstand Dr. Stefan Kram, Bürgermeister Uwe Möller, Bürgervorsteher Axel Bourjau und Stiftungspräsident Klaus Schlie. Die Initiatoren posieren um Holz-Skulpturen des Müssener Bildhauers Alexis Haeselich Foto: Huhndorf

BÜCHEN/SCHWARZENBEK Der „KulturSommer am Kanal“ ist seit 15 Jahren ein Erfolgsmodell und wegen der Corona-Pandemie muss er sich erneut neu erfinden. Diesmal startet er mit einem abgespeckten Programm und vielen Aktionen unter freiem Himmel unter dem Motto „Am Ufer – die Freiheit“ mit einer Radtour in Büchen.

Auf dem vorläufigen Programm stehen 22 Konzerte – in der Natur, in Gärten, Parks und erstmals auch auf Friedhöfen. Dazu kommen 23 Ateliers, die ihre Kunst am Wegesrand präsentieren und Spaziergänge unter dem Motto „Kultur und Natur“.
Geplant ist zudem das eine oder andere Ereignis im geschlossenen Saal mit begrenzter Zahl von Akteuren auf und vor der Bühne. Dazu gehört beispielsweise das Jugendmusikevent „Beat’n’Dance“ im Festsaal des Schwarzenbeker Rathausses. Höhepunkte sind das Kanu-Wandertheater, das diesmal Shakespeares „Was ihr wollt“ entlang des Schaalseekanals präsentiert und das Mittsommerfest in Ratzeburg. Insgesamt stehen 80 Veranstaltung auf dem Programm.

„Letztes Jahr haben wir vieles in den digitalen Raum verlagert. Das wollen weder Künstler noch Zuschauer erneut“, sagte Intendant Frank Düwel bei der Eröffnungspressekonferenz auf der Streuobstwiese in Büchen. „Endlich sind wir wieder live, auch wenn viele Probleme noch zu lösen sind. Deshalb haben wir auch noch keine Programmhefte“.

KulturSommer-Managerin Farina Klose sagte: „Kunst und Natur passen perfekt zusammen. Das haben wir im vergangenen Jahr bei Projekten unter freiem Himmel unter Beweis gestellt.“ Die Künstler erfänden sich gerade neu, das sei überaus spannend. „Das Konzept der Kunst am Wegesrand wollen wir auch in der Zeit nach der Corona-Pandemie weiter verfolgen.“

Dr. Stefan Kram, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, betonte: „Der Mensch ist ein soziales Wesen, das Interaktion braucht.“ Der Kultursommer biete den Menschen nicht nur in der Pandemie positive Perspektiven. „Deswegen unterstützen wir das Projekt seit vielen Jahren.“

Los geht der Kultursommer in diesem Jahr in Büchen am Samstag, 5. Juni, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. „Es gibt auf der Streuobstwiese und an anderen Orten wie dem Stichkanal Kunst im öffentlichen Raum, die sich erst durch die Betrachtung aus unterschiedlichen Perspektiven vollends erschließt“, so Intendant Frank Düwel. Das Spektrum reicht von Leitern, die bestiegen werden können, über eine „Wichtelwelt“ für Kinder bis hin zu Klang- und Videoinstallationen.

kultursommer-am-kanal.de

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