21. August 2021
Schwarzenbek

Kulturmanager für Schwarzenbek

Arbeitskreis empfiehlt Vollzeitstelle

Das historische Amtsrichterhaus am Körnerplatz 10 befindet sich im Besitz der Stadt Schwarzenbek Foto: Marcus Jürgensen

Das historische Amtsrichterhaus am Körnerplatz 10 befindet sich im Besitz der Stadt Schwarzenbek Foto: Marcus Jürgensen

SCHWARZENBEK Es gab eine Kustodin, einen Verein, die Kulturstiftung und zuletzt von 2015 bis 2020 die Louisenhof gGmbH: Über mehrere Jahrzehnte wurde die Kulturarbeit im Amtsrichterhaus am Körnerplatz 10 von wechselnden Akteuren geprägt.

Kontinuität und eine konsequente Weiterentwicklung der Angebote waren so nicht möglich, immer wieder mussten sich die Verantwortlichen in der Stadt neu Gedanken machen, was mit dem seit 1984 im Besitz Schwarzenbeks befindlichen Gebäude passieren soll.

Damit soll nun Schluss sein – zumindest wenn es nach den Vorschlägen des Arbeitskreises Amtsrichterhaus geht. Gut ein Jahr lang hat das knapp zehnköpfige Gremium – bestehend aus Vertretern der Parteien und Verwaltungsmitarbeitern – gearbeitet. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Haus soll weiterhin im Besitz der Stadt bleiben und von dieser auch hauptamtlich mit einem Kulturmanager betrieben werden.

So wird es auch in der Priesterkate in Büchen mit Dr. Heinz Bohlmann erfolgreich gemacht. „Wir entwickeln uns zur Pendlerstadt. Eine erfolgreiche Kulturarbeit bringt ein Zuhause-Gefühl und somit Mehrwert für den Bürger. Und dafür brauchen wir ein professionelles Kulturmanagement“, sagte Cornelius Schneider-Pungs (SPD).

„Wir plädieren für eine Kulturarbeit unter dem Dach der Stadt, weil wir sonst in zwei Jahren wieder hier sitzen und einen Betreiber suchen. Wir brauchen Kontinuität“, betonte Katja Estel (FWS). Die Gelegenheit ist aktuell günstig, weil die Stelle im Kulturbereich ohnehin neu ausgeschrieben und damit auch aufgewertet werden könnte.

Seit vielen Jahren betreut Christine Uhde die Kulturarbeit der Stadt. Sie organisiert unter anderem die Gastspiele der Kleinen Bühne, macht aber auch jetzt das Programm im Amtsrichterhaus, nachdem sich die Louisenhof gGmbH zurückgezogen hat.

Der Arbeitskreis schlägt deshalb vor, aus der Teilzeitstelle von Christine Uhde nach deren Ausscheiden zum Jahreswechsel in den Ruhestand eine Vollzeitstelle zu machen. Die Kosten für die Kulturarbeit der Stadt würden sich damit von aktuell 50.300 Euro im Jahr allerdings auf 105.000 Euro erhöhen. Dafür soll die Kulturarbeit aber auch nicht nur das Amtsrichterhaus umfassen, sondern alle kulturellen Aktivitäten in der Stadt bündeln.

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