20. Februar 2021
Schwarzenbek

Höhepunkt war Hilfe bei Drillingsfamilie

Wellcome-Projekt trotz Corona aktiv

Kerstin Dlugi (l.), Leiterin der Familienbildungsstätte Schwarzenbek, und WEllcome-Koordinatorin Conny Schermann Foto: Maaß

Kerstin Dlugi (l.), Leiterin der Familienbildungsstätte Schwarzenbek, und WEllcome-Koordinatorin Conny Schermann Foto: Maaß

SCHWARZENBEK „Wellcome“ – das ist moderne Nachbarschaftshilfe für Familien nach der Geburt eines Kindes. Seit mehr als 15 Jahren gibt es das Angebot auch in der Evangelischen Familienbildungsstätte Schwarzenbek.

2020 unterstützte wellcome trotz der Corona-Pandemie zehn Familien mit insgesamt 18 Kindern. Insgesamt waren die Ehrenamtlichen 243 Betreuungsstunden in den Familien. Sechs Familien konnte wellcome nicht helfen, da sich die Erstkontakte mit Schutz- und Hygienekonzept als zu schwierig erwiesen. Wie in den Jahren zuvor haben besonders die Familien das Angebot genutzt, in denen es bereits ein oder zwei Kinder gibt und keine Großeltern vor Ort waren.

Besondere Herausforderung und Höhepunkt der ehrenamtlichen Tätigkeit war eine Drillingsfamilie, berichtet Conny Schermann. „Sie wurde gleich durch zwei Ehrenamtliche betreut, die zu unterschiedlichen Zeiten in der Familie die Drillinge versorgten“, sagt sie. Notwendig waren Hilfen beim Wickeln und Füttern der Babys sowie eine Begleitung zu den Vorsorgeuntersuchungen für die Familie.
Auch eine Zwillingsfamilie aus Geesthacht konnte die Unterstützung durch Wellcome gut gebrauchen und erhielt sogar für die erste Zeit im Lockdown eine finanzielle Unterstützung durch „Familien in Not“ – ein weiteres Standbein des Projektes.

Zurzeit werde das Netzwerk aus Hebammen, den Frauen- und Kinderärzten, den Familienzentren, den Kitas, den Geburtshilflichen Abteilungen der Krankenhäuser und der Anlaufstelle „Alpha“ im Südkreis Herzogtum Lauenburg gepflegt, um sobald wie möglich starten zu können, kündigt Conny Schermann an. Das Projekt Wellcome kostet pro Jahr rund 10.000 Euro. 7500 Euro gibt der Kreis Herzogtum Lauenburg dazu, der Rest von 2500 Euro wird durch Spenden finanziert. „Wer Lust hat, bei uns als Mitarbeiterin mitzumachen, ist herzlich willkommen“, sagt Conny Schermann.

 

Infos unter 04151/89 24 18.

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