4. Juni 2021
Schwarzenbek

Danziger Straße wird ein halbes Jahr zum Nadelöhr

Verbreiterung der Fahrbahn. Kanalisation muss saniert werden. Gesamtkosten von rund 800.000 Euro

Die Danziger Straße in Schwarzenbek wird im Sommer und Herbst zur Großbaustelle Foto Stefan Huhndorf

Die Danziger Straße in Schwarzenbek wird im Sommer und Herbst zur Großbaustelle Foto Stefan Huhndorf

SCHWARZENBEK Die Anwohner im Gebiet rund um die Kollower Straße sind seit Jahren Kummer gewohnt. Jetzt kommt mit der Verbreiterung der Danziger Straße eine neue Großbaustelle in eines der älteren Wohngebiete Schwarzenbeks.
Nachdem in den vergangenen zehn Jahren zunächst die Schmiedestraße, dann die Uhlenhorst und anschließend zuletzt der Sachsenwaldring saniert wurden, ist jetzt die Kurve vor der Grundschule an der Danziger Straße an der Reihe.
Von Juli bis voraussichtlich Anfang Dezember soll die Fahrbahn auf einer Länge von 120 Metern verbreitert und der Gehweg verlegt werden. Außerdem werden Regen- und Schmutzwasserkanalisation von der Einmündung Stettiner Straße an die Danziger Straße entlang und weiter über den Haselgrund bis zur Gülzower Straße erneuert.
Das seit Jahren bekannte Hauptproblem ist die zu schmale Fahrbahn mit einer Breite von viereinhalb bis fünf Metern im Bereich der Kurve der Danziger Straße am Schulhof der Grundschule.
Bei der Planung der Fahrbahnverbreiterung wurde auch die Kanalisation mit einer Kamera abgefahren, da viele Rohre unter Schwarzenbeks Straßen gerade auch in alten Baugebieten wie rund um die Danziger und Kollower Straße viele Jahrzehnte alt sind. „Die Rohre sind teilweise einsturzgefährdet, bei der Regenwasserkanalisation sieht man mitunter sogar schon fehlende Stücke“, sagt Andreas Sell vom Ingenieurbüro TSM. Deshalb soll nicht nur die Straße verbreitert, sondern auch die komplette Kanalisation in diesem Bereich und weiter bis zur Gülzower Straße erneuert werden.
Der Straßenbau ist mit geschätzten 116.000 Euro vergleichsweise günstig. Die Erneuerung der Kanalisation kostet 687.000 Euro. Die Kosten tragen letztlich die Grundeigentümer.

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