30. Januar 2021
Schwarzenbek

Agenda 2021: Klärwerk bekommt Neubau

2. Teil: Schwarzenbek hat für das neue Jahr so einige Pläne

November 2020: An einem Kran wird der Richtkranz für das neue Sozial- und Bürogebäude des Klärwerks hochgezogen Foto: Huhndorf

November 2020: An einem Kran wird der Richtkranz für das neue Sozial- und Bürogebäude des Klärwerks hochgezogen Foto: Huhndorf

SCHWARZENBEK Es ist ein Jahr der großen Pläne. Was in Schwarzenbek alles auf den Weg gebracht werden soll, hatten wir zum Teil bereits in der Ausgabe vergangene Woche beschrieben. Die Stichworte seien noch einmal genannt: Ortsumgehung, Kunstrasenplatz, der zweite Rettungsweg am Rathaus, die mögliche Erweiterung Centa-Wulf-Schule und das Bauprojekt „Cube“ . Im heutigen zweiten und letzten Teil stellen wir die weiteren Projekt vor.

6. Feuerwache
In der 1973 erbauten und zuletzt im Jahr 2000 erweiterten Wache an der Lauenburger Straße 46 ist es zu eng geworden. Grund: Die neuen Feuerwehrfahrzeuge haben größere Abmessungen und der Feuerwehrbedarfsplan schreibt weitere Fahrzeuge vor. Außerdem war die Wache ursprünglich für 73 Retter geplant, heute sind es mit Jugend- und Kinder-Feuerwehr 120. Ein Neubau soll gleich neben der alten Wache auf der Müssener Wiese entstehen, der etwa zwölf Millionen Euro kosten wird. Vor Kurzem hat die Stadt das erforderliche 8500 Quadratmeiter große Grundstück gekauft. Bei der Planung wird auch der Kreisverkehr mit einbezogen, der den Verkehrsfluss am Meiereitunnel und der Lauenburger Straße verbessern soll. Um schnell Abhilfe gegen die Platznot bei der Feuerwehr zu schaffen, wird nun eine Doppelgarage für die Fahrzeuge als Provisorium in Betonfertigbauweise errichtet.

7. Uhlenhorst
Die Straße Uhlenhorst ist saniert, lediglich im Einmündungsbereich zur Kollower Straße fehlt noch die Deckschicht. Vorher soll dort ein Regenwasserspeicher installiert werden, der bei Starkregen den benachbarten Sommersteich füllt. Auch die Abwasserleitung muss erneuert werden. Mit den Arbeiten soll im Frühjahr begonnen werden. Dann ist die Uhlenhorst endgültig fertig. Rund 550.000 Euro hat der Ausbau der alten KopfsteinpflasterStraße gekostet.

7. Mehrfamilienhaus
Kurz vor dem Abriss übte die Feuerwehr Ende 2019 noch einmal in den Räumen der ehemaligen Tischlerei Kraus an der Lauenburger Straße 22. Kurz darauf wurde der Altbau abgerissen. Die Geesthachter Baufirma Manfred Lüth hat dort im vergangen Jahr mit der Errichtung eines Mehrfamilienhauses begonnen, die Arbeiten werden in diesem Jahr abgeschlossen.

8. Vonovia
Der zweite Bauabschnitt der Sanierung des Sachsenwaldrings ist im Herbst vergangenen Jahres fertiggestellt worden. 620.000 Euro flossen in das Projekt, die Parkplätze wurden ebenfalls neu angeordnet. Jetzt will der Wohnungsbaukonzern Vonovia seine acht Mehrfamilienhäuser im Zentrum der Ringstraße modernisieren und erweitern. Die rot geklinkerten Gebäude stammen aus dem Jahr 1943.

Vonovia will die Häuser auch in Leichtbauweise aufstocken. 16 neue Wohnungen sollen so zusätzlich zu den 93 bereits bestehenden Wohneinheiten zentrumsnah entstehen. Außerdem will Vonovia 50 zusätzliche Parkplätze schaffen und zunächst einen Teil der Wohnungen sanieren. Die Aufstockung von vier Gebäuden, bei denen das Dach marode ist, soll voraussichtlich 2022 erfolgen.

9. Baumarkt im Lupuspark
Im November 2020 haben die Politiker den Weg für die Erweiterung des Hagebaumarkts am Hans-Koch-Ring freigemacht. Das Unternehmen möchte seine Verkaufsfläche in diesem Jahr um 1200 Quadratmeter erweitern. Dafür hat die Firma auch das Grundstück des benachbarten Autohauses übernommen, das innerhalb der Stadt umziehen wird. Wie berichtet, möchte sich der Baumarkt flächenmäßig mehr als verdoppeln und das Angebot deutlich ausweiten.

10. Bahnhof
Seit fast einem Jahr werden die Fahrstühle an beiden Seiten der Unterführung zwischen den Bahnsteigen auf dem Schwarzenbeker Bahnhof erneuert. Im März sollen die Lifte von den Fahrgästen genutzt werden. Der „große Wurf“ für einen schöneren Bahnhof blieb allerdings aus. Eigentlich sollte der Umbau auf Kosten der Stadt zeitlich mit der Erneuerung der Fahrstühle beginnen. Dieses Projekt ist aber angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt auf unbestimmte Zeit in der Schublade verschwunden.

11. Dreiangel
Nachdem im Sommer 2019 der Kreuzungsbereich an der Möllner Straße umgebaut wurde, haben vor einem Jahr auch die Erschließungsarbeiten auf der Wiese westlich des Lupus-Parks begonnen. Mittlerweile stehen die ersten Gebäude im Rohbau. Die Firma Semmelhaack will auf der drei Hektar großen Fläche 256 Wohnungen in einem sogenannten Seniorenpark errichten. Das Unternehmen investiert in das Projekt 40 Millionen Euro. Das Besondere: Es wird ein Quartiersmanagement sowie einen Hausmeisterservice für Senioren geben. Die teilweise öffentlich geförderten Wohnungen sind barrierearm. Die Nachfrage ist gewaltig. Zum Projekt gehört auch ein weiterer Kita-Neubau mit insgesamt 60 Plätzen.

12. Klärwerk
1,9 Millionen Euro wird der Neubau des Betriebs- und Sozialgebäudes auf dem Gelände des Klärwerks an der Bölkau kosten. Finanziert wird dies über die Abwassergebühren, die 2021 steigen werden. Als eine seiner ersten Amtshandlungen konnte Schwarzenbeks neuer Bürgermeister Norbert Lütjens Anfang Dezember zum Richtspruch im kleinen Kreis einladen. Ein Richtfest war wegen der Corona-Beschränkungen nicht möglich. Der Baubeginn hatte sich erheblich verzögert, weil die Stadt wochenlang auf eine Freigabe des Geländes durch den Kampfmittelräumdienst warten musste. Das neue Gebäude soll voraussichtlich die Mitarbeiter des Klärwerks sowie die Verwaltung des städtischen Eigenbetriebs Abwasser beherbergen.

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