13. November 2021
Lauenburg

Planung der Elbquerung

Öffentliche Informationsveranstaltung für 19. November geplant

Fünf Korridore werden untersucht: Die Planung für die neue Elbbrücke schreitet voran Grafik: LBV

Fünf Korridore werden untersucht: Die Planung für die neue Elbbrücke schreitet voran Grafik: LBV

LAUENBURG „Die Bundesregierung hat keinen Plan für die neue Elbbrücke und Umgehungsstraße bei Lauenburg“, kritisierte der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Grüne) vor etwa drei Monaten. Seine Fraktion hatte zuvor eine sogenannte kleine Anfrage gestellt und eine aus seiner Sicht unbefriedigende Antwort bekommen. Damals wäre der Zeitpunkt gewesen, an dem die Informationsveranstaltung der Landesregierung zum Brückenneubau hätte stattfinden sollen.

Nun gibt es endlich einen Termin: Am Freitag, 19. November, beginnt um 14.30 Uhr im Forum der Albinus-Gemeinschaftsschule die nächste Runde der Bürgerbeteiligung. Mit dabei sind die Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP, Schleswig-Holstein) und Bernd Althusmann (CDU, Niedersachsen). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer die Veranstaltung lieber von zu Hause aus verfolgen möchte, kann sich zu einer Onlineteilnahme per Zoom anmelden. Interessierte senden für die Anmeldung (Teilnahme vor Ort oder per Zoom) eine E-Mail an die Adresse elbquerung-lauenburg@lbv-sh.landsh.de.

Die Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben sich darauf geeinigt, bei Lauenburg eine neue Elbquerung für den Straßenverkehr zu bauen. Über die bestehende Brücke sollen dann nur noch Züge fahren. Eine Entlastung ist dringend erforderlich, denn die Brücke hat mittlerweile die schlechteste Zustandsnote, die in Deutschland vergeben wird. Doch bisher steht noch nicht einmal fest, wo die Brücke über die Elbe führen wird.
Bisher wurden im Bereich westlich von Artlenburg bis östlich von Sassendorf insgesamt elf Trassenvarianten diskutiert. Die Planer legten fünf Planungskorridore fest, die teilweise aufeinander aufbauen.

Nach wie vor eine mögliche Option: eine Querung westlich von Lauenburg. Hier könnte eine Trasse an eine künftige Nordumfahrung Lauenburgs anschließen. Doch das ist umstritten. Das Bürgeraktionsbündnis „Lauenburg reicht’s!“ (BAB) hatte sich im April an Schleswig-Holsteins Verkehrsminister mit der Bitte gewandt, von dieser Variante abzusehen. „Bedenkt man den Zeithorizont für Vorplanung, Genehmigung und Detailplanung müssten wir dann wohl davon ausgehen, dass mit einer Realisierung frühestens in 25 oder 30 Jahren gerechnet werden kann“, so das Argument. Aus Sicht der BAB-Akteure kommt nur eine Variante in Betracht: Die neue Brücke sollte östlich der jetzigen Elbquerung liegen. In diesem Fall würde die B 209 künftig durch das Lauenburger Industriegebiet führen. Doch dem Vorschlag, nur noch eine Variante im Auge zu behalten, erteilte das Ministerium damals eine Absage.

Insofern dürfte in der Informationsveranstaltung am 19. November eine Menge Diskussionsstoff liegen. Minister Bernd Buchholz und sein niedersächsischer Amtskollege Bernd Althusmann wollen sich den Fragen der Bürger stellen. Informationen zum konkreten Planungsstand des Brückenprojektes geben Mitarbeiter der beiden Landesbetriebe für Straßenbau und Verkehr.

Auch interessant