3. Juli 2021
Lanken

Zulassungsstelle jetzt ohne Warteraum

Kunden müssen vor der Tür oder im Auto sitzen

Nach einem Umbau gibt es in der Zulassungsstelle Lanken keine Wartemöglichkeit mehr. Künftig müssen die Kunden vor der Tür sitzen – entweder auf den Bänken oder im Auto Foto: Maaß

Nach einem Umbau gibt es in der Zulassungsstelle Lanken keine Wartemöglichkeit mehr. Künftig müssen die Kunden vor der Tür sitzen – entweder auf den Bänken oder im Auto Foto: Maaß

LANKEN Vor der Zulassungsstelle Lanken herrscht reger Betrieb. Die beiden Bänke sind besetzt, einige Menschen warten bei offenen Türen im Auto auf die Bearbeitung ihrer Unterlagen, andere haben es sich auf dem Rasen vor dem Gebäude gemütlich gemacht. „Ein Glück, dass die Sonne scheint“, sagt Nicole Stoppel aus Geesthacht. Denn nach umfangreichen Umbau- und Organisationsmaßnahmen gibt es im Gebäude keine Wartemöglichkeiten mehr – und das wird auch so bleiben, teilt Kreissprecher Tobias Frohnert mit.

„Die Arbeiten sind durchgeführt worden, um die Mitarbeitenden während der Pandemie zu schützen“, erläutert Frohnert. Der ehemalige Warteraum wurde durch eine Leichtbauwand geteilt und mit zwei Fenstern inklusive Plexiglas versehen, wovon eins für die Annahme und eins für die Ausgabe ist. Dadurch haben sich auch die Abläufe im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie verändert, wie Fachbereichsleiterin Tanja Stamer sagt: „Wer etwas abgeben möchte, stellt sich in der Schlange an, kann dann der Mitarbeiterin sein Anliegen mitteilen und die Unterlagen abgeben. Die Kunden erhalten einen Pager, mit dem sie sich bis zu einem Kilometer von der Zulassungsbehörde entfernen können.“

Sobald die Vorgänge bearbeitet sind oder es Rückfragen gibt, werden die Kunden über den Pager, der ein deutlich hörbares akustisches Signal ausgibt und vibriert, wieder aufgerufen. „Bereits nach so kurzer Zeit kann die Aussage getroffen werden, dass sich dies bewährt hat. Bisher gab es ausschließlich positive Rückmeldungen der Kunden“, sagt Tobias Frohnert.

„Jetzt im Sommer mag das stimmen“, moniert Peter A. Gutzeit aus Schwarzenbek. Er selbst habe jedoch eine Stunde auf die Bearbeitung seiner Unterlagen warten müssen – was in der Sonne auf der Bank in Ordnung gewesen sei. „Aber wie sieht das im Herbst und Winter aus, wenn es regnet, stürmt oder einfach nur kalt ist?“, fragt er. „Nicht jeder kommt mit dem Auto, einige kommen mit dem Motorrad oder auch mit dem Bus, was ist dann?“

Darauf hat auch Tanja Stamer keine Antwort. „Normalerweise sind die Wartezeiten bei normaler Auslastung der Zulassungsstelle nicht sehr lang“, beruhigt sie aber. Wer während der Bearbeitung seines Vorgangs ein neues Kennzeichen holen muss, werde insofern kaum Leerlauf haben.

„Meist haben Kunden am Morgen die längsten Wartezeiten, wenn man bereits vor Öffnung der Zulassungsstelle mit anderen auf die Öffnung wartet“, sagt sie. So ergibt sich regelmäßig eine „Bugwelle“, die im Laufe des Vormittags abgearbeitet wird. Davon mal abgesehen gebe es weiterhin die Möglichkeit, sich einen Termin geben zu lassen.

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