26. März 2022
Grünhof-Tesperhude

Feuerwache feiert 90. Geburtstag

Jubiläum für die Ortsfeuerwehr Grünhof-Tesperhude

Feuerwehr

Ortswehrführer Jan Andersen (v.l.) mit den Geehrten Marcus Baumbach (40 Jahre), André Kleinert (25), Jörg Holert (30) und dem stellvertretenden Wehrführer Dirk Wieckhorst Foto: Thiele

GRÜNHOF-TESPERHUDE Die Ortsfeuerwehr Grünhof-Tesperhude feiert in diesem Jahr ihr 90. Bestehen. Gegründet wurde sie am 9. Mai 1932, Anlass war ein Feuer bei der Gastwirtschaft Bruhn. Mit dabei auf der Gründungsversammlung war Walter Thiele, der damals zum Geräteführer gewählt wurde.

Auf der Jahresversammlung in der Sporthalle Berliner Straße war wieder ein Walter Thiele dabei – sein Sohn. Oberlöschmeister Thiele junior ist Mitglied der Ehrenabteilung und wurde von Ortswehrführer Jan Andersen für seine 60-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr ausgezeichnet. Der Geburtstag wird der Jahreshöhepunkt im Kalender der Ortsfeuerwehr für 2022 sein. Die Austragung wird abhängig gemacht von der Corona-Entwicklung.

Tag der offenen Tür

Angedacht ist bislang ein Tag der offenen Tür in der Wache an der Grünhofer Straße am Sonnabend, 14. Mai. „Falls es da nicht geht, werden wir das so schnell wie möglich nach­holen“, verspricht Feuerwehrsprecher Gerd Lauer.

Auch das traditionelle Teichfest, das zuletzt wegen der Pandemie ausgefallen war, soll in diesem Jahr gefeiert werden. Geplant ist es am Sonnabend, 20. August – vorbehaltlich der Virus-Entwicklung. In der Einsatzbilanz für das Jahr 2021 stehen insgesamt 34 Einsätze, 13 wetterbedingte, der Brand auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums im August, als sich Laborreste in einem Schuppen entzündeten, war der größte.

Fünfmal wurden Personen gerettet, viermal stand eine technische Hilfeleistung an. Im Jubiläumsjahr verzeichnet die Ortsfeuerwehr 52 Mitglieder, darunter fünf Frauen. „Das ist normal, wir liegen immer so bei bis zu 54 Mitgliedern“, sagt Gerd Lauer. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich 15 Mitglieder, darunter vier Mädchen. Auch damit ist Lauer zufrieden: „Es gibt keinen Nachwuchsschwund. Das ist zufriedenstellend.“

Eine der wesentlichen Fragen für die Zukunft ist die Ausgestaltung der Wache. Eingeweiht wurde sie 1974, der letzte Erweiterungsbau datiert aus 1998. Mittlerweile ist sie zu klein. Auch, weil es neue räumliche Anforderungen gibt zur Trennung von kontaminierter Einsatzkleidung und frischer Umziehwäsche. Gerd Lauer lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt, die die Entwicklung im Blick habe. So ist im Mai der Ausschuss für Feuerwehr und Katastrophenschutz zu Gast und will sich die Räume zeigen lassen.

Erfreulich: Für die Digitalisierung der Jugendfeuerwehr gab es 2021 vom Land eine Fördersumme in Höhe von 6400 Euro, 600 Euro steuerte der Förderverein bei. Angeschafft wurden Tablets, Beamer und eine digitale Tafel.

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