22. Oktober 2022
Echo Wochenblatt

Größtes Straßenbau-Projekt des Kreises

2,8 Millionen Euro werden investiert

Erster Spatenstich mit Andre Schmahl (v. l.), Stefanie Gärtner, Detlef Dehr, Christoph Mager, Manfred Kuhmann und René Panten Foto: Huhndorf

MÜSSEN 660 Meter Straße und eine Unterführung für die Mühlenbek: Kostenpunkt 2,8 Millionen Euro. „Es ist das teuerste Straßenbauprojekt, das wir in diesem Jahr angehen. Deshalb haben wir uns hier auch in so großer Runde zum ersten Spatenstich versammelt“, sagte Landrat Christoph Mager.

Kreisweit werden jedes Jahr sechs bis sieben Bauprojekte realisiert, um das Straßennetz instand zu halten.
„Ohne das Geld vom Kreis hätten wir das Projekt nicht angehen können. Das Regenwassersiel ist schon lange marode, die aus den 1950er-Jahren stammenden Betonröhren sind zum Teil schon eingebrochen“, sagte Müssens Bürgermeister Detlef Dehr. Der Gemeindeanteil an der Sanierung des Teilstücks der Kreisstraße 17 liegt bei 1,1 Millionen Euro. Ein Teil der Kosten wird auf die Anlieger umgelegt.

Es werden aber nicht nur die Regenwasserkanalisation und die Brücke mit dem Durchlauf für die Mühlenbek saniert, sondern auch die Fahrbahn erneuert und ein Radweg gebaut. „Wir hoffen, dass der Radweg dann auch irgendwann bis zum Ortsteil Louisenhof fortgesetzt wird. Das ist unser nächstes Projekt“, sagt Detlef Dehr. Während der rund einjährigen Bauzeit, ist die K 17 gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert.

Die K 17 ist rund 11,3 Kilometer lang und führt von Schwarzenbek aus über Grabau, Sahms, Groß Pampau sowie Klein Pampau und endet in Müssen. Aktuell saniert wird das Teilstück in der Ortsdurchfahrt Müssen von der Büchener Straße bis zur Dorfstraße.

Die K 17 ist eine wichtige Verkehrsachse, die auch den stark von Pendlern frequentierten Bahnhof von Müssen anbindet. Aus diesem Grund hat die Gemeinde vor mehreren Jahren einen P + R-Parkplatz am Bahnhof angelegt. Nach einer aktuellen Verkehrszählung rollen täglich 2200 Fahrzeuge über die Kreisstraße, davon sind 90 Lkw. Außerdem wird die Strecke von 90 Radfahrern am Tag genutzt.

Die Pläne für die Fahrbahnsanierung und die Erneuerung der Regenwasserkanalisation gibt es bereits seit dem Jahr 2009. Bislang scheiterte das allerdings an finanziellen Problemen – insbesondere auch bei der Gemeinde. Mit dem voraussichtlichen Abschluss der Brückensanierung beginnen die Kanal- und Straßenbauarbeiten. Mit der Fertigstellung der Gesamtmaßnahme wird für den August 2023 gerechnet.

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